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  • 17.07.2026

    • heute Morgen, 8:00 Uhr georgischer Zeit aufgestanden, 6:00 Uhr in Deutschland
    • Ich habe noch mal versucht die Bilder von gestern auf die Homepage zu laden, ich glaube es hat einigermaßen funktioniert
    • Aber das ist echt ein Scheiß, ich krieg die Bilder nicht mehr ganz groß auf die Homepage
    • Wir packen zusammen und drehen die Maschinen erst mal in Startposition
    • Dann beladen wir sie
    • Wir fahren los, rangieren aus dem Parkplatz raus und vom Berg runter auf die Hauptstraße
    • Der Verkehr ist eine Katastrophe, schlimmer als in der Türkei
    • Hier wird trotz Gegenverkehr überholt, in der Hoffnung, dass der Gegenverkehr ausweicht
    • Wir überholen auch, allerdings, wenn kein Gegenverkehr kommt
    • Manchmal machen die Autos Platz und fahren weiter rechts, so dass wir sehr gut überholen können
    • Wir haben gerade einen LKW mit 120 km/h überholt, fädeln uns wieder ein, als hinter uns die Polizei mit Blaulicht kommt
    • Aber wir waren nicht die einzigen, die so schnell überholt haben
    • Polizei überholt mich
    • Dann überholt die Polizei den Louis
    • Dann fährt die Polizei weiter und überholt die anderen Autos auch
    • Haben wir jetzt Glück gehabt oder fahren die zum nächsten Parkplatz und winken uns da raus?
    • Ich diskutiere noch mit Louis, ob wir die nächste Abzweigung nehmen und eine Pause machen
    • Wir fahren aber weiter
    • Von der Polizei ist aber nichts mehr zu sehen
    • Gott sei Dank, wäre ein toller Start in Georgien gewesen
    • Nach 50 km tanken wir, es funktioniert alles, das Benzin kommt, die Bankkarte funktioniert und einen Espresso bekomme ich auch mit Karte
    • Aber die Umwelt ist denen alle egal
    • Der Tankwart nimmt den Rüssel aus der Anlage, kippt ihn nach unten, damit das restliche Benzin rausläuft, und lässt es einfach auf den Boden
    • Kurz nach der Tankstelle biegen wir rechts von der Hauptstraße ab
    • Wenig Verkehr und es ist angenehm zu fahren – jetzt merke ich wieder, wie mich das Kreuz- und Querfahren und Überholen dermaßen stresst!
    • Vier Kühe laufen am Straßenrand gemütlich entlang – wir fahren sicherheitshalber langsamer
    • Louis meint noch, wir müssen aufpassen, dass nicht noch mehr Kühe kommen
    • Und hinter der nächsten Kurve steht doch tatsächlich eine ganze Armee Kühe auf der Fahrbahn
    • Bremsen, anhalten, langsam durchfahren
    • Immer wieder kommen wir auf vierspurige, gut ausgebaute Landstraßen/Autobahnen – hier können wir Kilometer machen
    • Es ist 12:30 Uhr und langsam brauchen wir was zu essen
    • Wir benötigen dringend mal einen Supermarkt
    • An der nächsten Tankstelle fahren wir raus und dort hat es alles: Tankstelle, Supermarkt, Subway, Computerspielhalle…
    • Wir kaufen viel Wasser, seit Tagen mal wieder mit Kohlensäure
    • Wir essen Mittag beim Subway
    • Die Freundlichkeit der Menschen hier in Georgien lässt sehr zu wünschen übrig… Sehr schade!
    • Gelegentlich hubt mal ein Auto und der Autofahrer winkt, das war’s dann aber schon mit der Freundlichkeit
    • Wir fahren weiter. Nach circa 40 Minuten kommt der Einbruch, ich werde hundemüde
    • Nächste Tanke raus, Louis und ich trinken Espresso (bzw. Louis würgt ihn eher), dann geht’s weiter
    • Wir fahren noch eine Weile auf der vierspurigen Landstraße, parallel zum Kaukasusgebirge
    • Ca. 130 km vor der russischen Grenze biegen wir links ab Richtung Kaukasus
    • Louis muss schon wieder tanken, wir fahren raus
    • Aber so ist das halt mit einem Jugendrad und einem 20 l Kindertank, immer wieder muss er tanken
    • Leider hat der Tankwart nur 92 Oktan Klopfbenzin, das wollen wir nicht
    • Wir fahren zur nächsten Tanke, dort gibt es 98 Oktan
    • Der Tankwart holt den Rüssel raus, leert das restliche Benzin im Rüssel auf den Boden und betankt Louis‘ Maschine
    • Aber das ist sehr verantwortungsbewusst, das abgestandene Benzin gehört auch nicht in unseren Tank
    • wir fahren weiter und die Gegend im Kaukasus wird immer schöner, und je weiter wir ins Gebirge reinfahren, desto weniger Autos sind unterwegs
    • Die Straßen werden aber schlechter, manchmal sehr schlimme Bodenwellen, man meint manchmal, das Fahrwerk schlägt durch
    • Ok, liegt vielleicht auch an uns, wir fahren auch nicht gerade langsam
    • Wir kommen durch ein wunderschönes Tal an einem Fluss entlang
    • Die Berge sehen teilweise aus wie mit Moos bedeckt – wie im Bilderbuch
    • Schon allein der ganze Anblick von den Tälern und den Bergen im Kaukasus hat sich das tagelange Arschbreitdrücken auf unseren Motorrädern gelohnt
    • Eigentlich lohnt es sich gar nicht mehr die Kamera ständig aus und an zu schalten, man könnte sie auch durchlaufen lassen
    • Am Ende vom Tal geht es ein wenig in Serpentinen hoch, da ist dann schon mehr los
    • Seit knapp 4000 km sehen wir zum ersten Mal wieder Kurven
    • Wir freuen uns wie kleine Kinder, legen uns rein, beschleunigen aus der Kurve raus, überholen die Tanker und die anderen Autos – das macht Spaß
    • Wir machen auf 2000 Meter Höhe bei 20° Pause an einem Restaurant und trinken etwas
    • Louis bucht unser nächstes Hotel 12 km vor der Grenze
    • Hinter dem Hotel will er noch einen Berg rauf und die Dreifaltigkeitskirche anschauen
    • Kurze Diskussion, warum das, ich will eigentlich ins Hotel!
    • Will er seinen Sturkopf und seinen Jähzorn als Kind beichten?
    • wir laufen zu unseren Motorrädern, als plötzlich jemand schreit „oh, Deutsche!“
    • Wir treffen Maria und Horst, die elf Monate unterwegs sind und auf der arabischen Halbinsel waren, dann über Kirgisistan, Kasachstan nach Russland rein und jetzt in Georgien sind
    • Sie kommen aus der Nähe von Wiesbaden
    • Es entsteht ein sehr nettes Gespräch und sie beglückwünschen uns zur Russlandreise – als Deutscher bist du dort der Held!
    • Sie erzählen uns von der Spritknappheit und dass es an der Grenze zu Kasachstan kein GPS gibt
    • Wir machen noch ein Bild, verabschieden uns und fahren los
    • Unser Weg führt auf den Kaukasus auf 2400 Meter Höhe und die Temperaturen gehen auf 13° runter
    • Ich schalte mal dezent die Griffheizung an
    • Die letzten Kilometer zur Kirche geht es in engen Serpentinen hoch
    • Die Kirche steht traumhaft auf einem Berg
    • Louis versteckt sich hinter einem Gebäude und lässt die Drohne steigen
    • Die Aufnahmen werden fantastisch
    • Er packt die Drohne ein, und wir fahren ins Dorf zurück an die Tankstelle
    • Wir wollen mit vollem Tank morgen früh nach Russland rein
    • Danach geht es über eine teilweise Schotter- und Schlaglochpiste zum Hotel
    • Die Leute sind nett, man ist es gar nicht gewöhnt
    • Wir fahren in den Hof herein und ich parke bergrunter auf der Wiese
    • Erster Gang drin, die Maschine steht sicher
    • Der Besitzer legt zur Sicherheit noch einen Backstein an mein Hinterrad
    • Und überall die vielen streunenden Hunde… schlimm!
    • Jetzt haben wir es doch tatsächlich geschafft, das straffe Programm innerhalb einer Woche durchzuziehen
    • Seit daheim sind wir nun 3929 km gefahren und sind jetzt 12 km vor der russischen Grenze
    • Dann duschen und ab ins Dorf ins Restaurant
    • Freundliche, junge Bedienung, auch ungewöhnlich
    • Wir diskutieren, was uns ab morgen wohl erwartet…
    • wie weit werden wir kommen?
    • Haben wir Internet?
    • Bekommen wir genügend Benzin?
    • Können wir unsere Navis nutzen?
    • Wir essen, bezahlen, gehen nach Hause und treffen auf dem Weg nach Hause eine einsame Kuh, die durch die Gasse läuft
    • Wir machen Screenshots von unserer morgigen Tour, falls wir Probleme mit dem GPS kriegen
    • Wir suchen nach Tankstellen auf unserem Weg und hoffen, dass wir unsere Euros morgen auch in Rubel tauschen können
    • Louis hat eine eSIM und einen VPN gekauft, in der Hoffnung, wir können das Internet aus Europa anzapfen
    • Ab morgen macht die Tour richtig Spaß, wird extrem spannend und abenteuerlich
    • Wir sind gespannt, was uns ab morgen erwartet…
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  • 16.07.206

    • Wir haben beide wieder sehr gut geschlafen hier in Samsun
    • Um unser straffes Programm zu halten, müssen wir heute und morgen je 7,5 Stunden fahren, um morgen Abend kurz vor der russischen Grenze zu sein
    • Und dann am Samstagmorgen ganz früh an der russischen Grenze zu stehen, so dass hoffentlich noch nicht so viel los ist
    • Welcher Seggl hat dieses straffe Programm geplant?
    • Wir haben den Wecker extra auf 7:30 Uhr gestellt, um früher loszukommen
    • Und dann wird uns in Georgien schon wieder 1 Stunde geklaut
    • Wir gehen frühstücken… das typische türkische Frühstück
    • Ein Türke spricht im perfekten Deutsch Louis an, er kommt aus Köln
    • Er fragt, was wir hier machen, denn hier verirrt sich normalerweise kein Deutscher
    • Kurzes, lustiges Gespräch
    • Es ist heute Morgen um 8:30 Uhr schon sehr heiß, zudem müssen wir unsere Maschinen in der prallen Sonne packen
    • Gegen 9:10 Uhr kommen wir los, 2 Stunden früher als gestern
    • Wir schlängeln uns durch den dichten und zähen Verkehr durch Samsun
    • Obwohl es zweispurig und manchmal dreispurig ist, ist sehr viel los
    • Erst nach circa 50 km können wir schneller fahren
    • Von hinten kommen drei Motorräder angefahren, Italiener
    • An der Ampel erzählt mir einer, sie fahren nach Kasachstan
    • Wir fahren eine Zeit lang zu fünft, als wir plötzlich von der Polizei rausgewunken werden
    • Alle Autos dürfen durch, nur wir Motorräder müssen raus
    • Ein Polizist läuft mit dem Tablet um die Maschinen rum und tippt die Kennzeichen in sein Hackbrett
    • Wahrscheinlich haben die uns nur wegen den Italienern rausgefischt – Louis meinte, wir waren halt im gleichen Netz
    • Nach 150 km fahren wir an die Tanke, Pause mit Espresso und Wasserkauf
    • Der sehr nette Tankwart fragt uns auf Englisch aus, woher wir kommen und wohin wir wollen
    • Dann dürfen wir noch ein Bild zusammen machen
    • Das vierte Mal jetzt unterwegs die selbe Frage von wildfremden Menschen „Vater und Sohn?“ … „Sieht man!“
    • Viele Türken hier sind sehr nett, hilfsbereit und zuvorkommend, aber dann gibt es auch noch die anderen, die einfach nur grimmig gucken und nix sagen
    • Aber das ist wie überall auf der Welt – außer im Schwabenland
    • Wir fahren immer zwischen 28° und 29°
    • In den ersten 2 Stunden heute Morgen hat die Sonne richtig geknallt, das war hart
    • Jetzt hat sie sich hinter den Wolken versteckt, und bei gleichbleibenden Temperaturen ist es sehr angenehm zu fahren
    • An der roten Ampel stehend schreit mir plötzlich jemand ins Ohr – der Muezin fordert mich heraus
    • Wahnsinn, wie laut es aus den Lautsprechern kommt, als ob man die Leute zum Gebet aufwecken muss
    • Je weiter wir Richtung Osten kommen, desto weniger Verkehr ist los
    • Nach 140 km tanken wir beide – wieder viele Kilometer gemacht
    • Wir ruhen uns noch ein wenig aus und der Tankwart bringt uns zwei Tee – voll nett
    • Mein Kamerad aus Moskau meldet mir, dass sich die Spritsituation in Russland gegenüber letzter Woche verbessert hat
    • Kurz bevor wir weiterfahren wollen, kommen die 3 Pizzabäcker von heute Morgen mit ihren Motorrädern an die Tanke
    • Wir tauschen Homepage, Instagram und das ganze neumodische, jugendliche Zeugs aus – aus dem Alter bin ich halt schon seit sechs Jahren raus
    • Sie fahren auch über Russland, Kasachstan und danach nach Usbekistan
    • Wir fahren weiter und immer an der Schwarzmeerküste entlang
    • Wir kommen sehr gut voran, außer in den größeren Städten, da ist oft viel los und man muss sehr aufpassen
    • Die Türken fahren halt kreuz und quer, und man sollte immer den Nebenmann beachten, kann sein, dass der auf einmal ausschert
    • durch Trabzon verfolgt mich ein voll beladener Reisebus, klebt dicht an meinem Nummernschild bei 100 km/h
    • Und ich kann auch nicht schneller fahren, da ich einen Vordermann habe
    • Das stresst mich ungemein!!!
    • wenn ich, wie damals James Bond, eine Box mit Reisnägeln hätte, den Knopf würde ich jetzt drücken
    • Der Busfahrer würde nie mehr so dicht auffahren
    • Wir fahren wieder knapp anderthalb Stunden, langsam tut der Arsch weh
    • Habe ich auf dieser Maschine bisher noch nicht erlebt
    • Ok, nach ungefähr 3500 km am Stück meckert der halt auch mal
    • Ca. 80 km vor der georgischen Grenze fahren wir raus, wir brauchen irgendwas im Bauch
    • Der Supermarkt an der Tankstelle voller Obst (schön wäre es gewesen), aber wir kaufen ein Snickers-ähnliches Gelumpe
    • Louis bucht in Batumi ein Hotelzimmer – somit müssen wir heute über die Grenze
    • Das Süßzeug hat überhaupt nicht geholfen – ich packe meine Notreserven mit Dosenwurst und Huober Brezeln aus
    • Wir trinken noch zwei Espresso, denn müde Motorrad fahren ist ultra anstrengend
    • Wir fahren weiter bis zur Grenze
    • Einige Kilometer vor der Grenze stehen schon die LKW’s Schlange
    • Wir haben uns wieder vorgedrängelt
    • Schichtwechsel bei den Beamten, wir müssen warten
    • Als wir drankommen, checken wir aus der Türkei aus
    • Der Beamte meinte zu mir, ich müsste vorne an der Bank noch Strafe zahlen – wahrscheinlich irgendwo zu schnell gefahren
    • Wir steigen auf die Maschinen, fahren 100 m vor und ich gehe zur Kasse
    • 7 Euro Strafe… Ich lach mich kaputt
    • Ich bezahle, wir steigen wieder auf die Maschinen und fahren weiter
    • An der nächsten türkischen Station winkt uns ein Beamter raus und zeigt auf Louis 
    • „Du Strafe zahlen“
    • Wir steigen wieder ab, laufen zur Bank zurück und gehen an den Schalter
    • 1 Euro Strafe…!
    • Ich dreh gleich durch…!!!
    • Wegen einem Euro wieder diese Prozedur
    • Wir laufen wieder zu unseren Maschinen, steigen auf und fahren vor zum Türken, jetzt lässt er uns durch
    • Dann schlängeln wir uns an die georgische Grenze vor und müssen noch einige Minuten warten
    • Ich sage dem Beamten, dass wir eine georgische Kfz-Versicherung für unsere Motorräder online abgeschlossen haben, aber das interessiert ihn nicht
    • Er gibt uns die Papiere, und mach die Schranke auf
    • Nach der Schranke steht noch mal einer in Zivil da
    • Er meinte, wir benötigen dringend eine Kfz-Versicherung, diese können wir bei ihm abschließen
    • Als ich ihm klarmache, dass wir online schon eine abgeschlossen haben, wollte er uns eine Simkarte andrehen, dann noch Zigaretten, Alkohol, Frauen und so weiter
    • Ok, Frauen nicht, war ein Scherz 😉
    • Clever wie ich bin, habe ich gleich gemerkt, dass der nicht zu den Grenzern gehört, sondern einfach nur Kohle machen will
    • Er resigniert und lässt uns durch
    • Wir haben nur noch 6 km bis zum Hotel vor uns
    • Von der Hauptstraße geht es rechts ab und steil den Berg hoch, der immer kleiner und enger wird und mit Schlaglöchern übersät ist
    • Dann kommt das Hotel und wir müssen einen engen 90°-Bogen nach oben auf eine Wiese fahren
    • Und das mit je ca. 450 Kilo – ist wirklich eine Herausforderung!
    • Aber es geht alles gut
    • In diesem Hotel haben wir kein Frühstück gebucht, das ist sehr gut, dann kommen wir morgen auch früher los
    • Tolles Zimmer mit Balkon und Aussicht zum Meer
    • Wir duschen, ziehen uns um und die Hotelfrau bringt uns zu einem einheimischen Restaurant
    • Dort gibt es geschmortes Lamm und geschmortes Schwein mit Kartoffeln und Salat – sehr lecker 
    • Anschließend laufen wir in unser Hotel zurück und machen das übliche
    • PS: Das mit den Bildern ist ein Graus! Es klappt einfach nicht wie die letzten Jahre, so dass diese groß auf dem Bildschirm rauskommen!!!

  • 15.07.2026

    • Die Nacht war super, nur 12°, wir haben sehr gut geschlafen
    • Heute frühstücken wir zum ersten Mal in diesem Urlaub
    • Ohne Frühstück fährt es sich in der Regel besser, denn man wird nicht gleich hundemüde
    • Aber im Hotelpreis ist Frühstück inbegriffen, und als Schwabe lässt man sich das nicht entgehen
    • Das Frühstück ist genauso, wie ich es von den letzten Jahren in den nicht touristischen Gegenden in der Türkei kenne
    • Auch das 200 ml Wasser in abgepackten Plastikbechern ist inbegriffen
    • Hier ist Plastik noch hoch im Kurs
    • Die Türken haben es gut, sie sind von den Grünen anscheinend noch verschont geblieben
    • Louis macht sich Sorgen um seine Wasserpumpe
    • Er hat jetzt schon die zweite neue Wasserpumpe und der Ausgleichsbehälter ist wieder auf Minimum
    • Er schreibt eine WhatsApp an den Mitarbeiter von BMW Brauneisen
    • Seit Wendlingen ist das Autobahnfahren nun vorbei, jetzt geht es nur noch über die Landstraße durch die Türkei
    • Ok, in Österreich sind wir auch Landstraße gefahren, aber in Slowenien dann wieder auf die Autobahn
    • Das waren dann über 2000 km Autobahn bis hierher
    • Jetzt geht es halt nicht mehr so schnell vorwärts
    • Louis baut sein Zelt auf und stellt das noch in die Sonne, damit die restliche Nässe von Slowenien noch rausgeht
    • Wir packen die Maschinen und fahren gegen 11:10 Uhr los
    • Es geht auf die zweispurige Landstraße, wir können schnell fahren und machen gut Kilometer
    • Dann geht es in die Berge, und wir können mit hoher Geschwindigkeit mal wieder schöne Kurven fahren
    • Ich drücke auf meinem Cardo den Knopf, um mit Louis Kontakt aufzunehmen – besetzt 
    • Nach einer Weile meldet er sich und erzählt, dass der Kollege von Brauneisen über WhatsApp ihn angerufen hat
    • Der niedrige Kühlwasserstand könnte daran liegen, dass beim Wechseln der Wasserpumpe eventuell noch Luft im Kreislauf war
    • Wir sollen mal auf die Mitte auffüllen und beobachten
    • Aber toller Service von BMW Brauneisen!
    • Irgendwann kommt der erste Stau, und es ist kein Grenzau
    • Trotz Frühstück und ohne Kaffee fahren wir 100 km, ohne müde zu werden
    • Louis tankt
    • Ich trinke einen Espresso und dann wieder anziehen, denn schon schreit der Muezin von seinem Turm runter
    • Wir fahren schnell weiter, denn es wird laut
    • Was mich wundert, wir sehen keinerlei Polizei
    • Vor fünf Jahren, als ich mit meinem Bruder durch die Türkei gefahren bin, sind wir gefühlt alle 100 km angehalten worden, Führerschein und Fahrzeugschein
    • Okay, das war auch 2021, während dem Corona-Fake
    • Die Landschaft wird immer schöner, und obwohl es zweispurig ist und wir immer schnell fahren können, ist es was anderes als die 2000 km Autobahn davor
    • Es geht durch die schönen Berge, hoch und runter, links und rechts
    • Gefährlich sind die LKWs, die manchmal schnell rausziehen, und dann wird auch mit 110 km/h überholt
    • Das Wetter ist heiß, 32° und von oben brüllt noch die Sonne
    • Wenn es mit dem Sitzen nicht mehr so klappt, machen wir ein wenig Gymnastik auf dem Motorrad
    • Für 30 Sekunden mal hinstehen, die Beine durchdrücken, die Hüfte kreisen lassen und schon sitzt man wieder besser
    • Wir fahren gut anderthalb Stunden und 150 km, dann fahren wir tanken
    • An der Tanke spricht uns Halid an
    • Halid ist älter als ich, ich schätze ihn auf circa 50, und erzählt, dass er bis vor 30 Jahren in Lüdenscheid gewohnt und gearbeitet hat
    • Er lädt uns beide zu einem Cappuccino ein und es wird ein sehr nettes Gespräch
    • So was liebe ich… in entfernten fremden Ländern Menschen kennenlernen, wie sie leben und was sie so machen, Smaltalk und dann geht’s weiter
    • Kurz vor Samsun machen wir wieder eine Pause, um nach einem Hotel Ausschau zu halten
    • Louis tankt und recherchiert anschließend
    • Wir finden in Samsun, eine halbe Stunde entfernt, etwas, alles andere wäre viel zu weit weg
    • Wir fahren nach Samsun rein und schlängeln uns durch die Großstadt, katastrophaler Verkehr
    • Dank Google Maps finden wir das Hotel relativ schnell und dürfen auf dem breiten Gehweg parken
    • Uns wird gleich ein Chai serviert, und der Kollege bringt unser Gepäck nach oben
    • Zimmer mit Ausblick zum Schwarzen Meer
    • Wir duschen, ziehen uns an und gehen essen
    • Unterwegs werden wir vor einem Türken angehalten, der vor seinen Laden sitzt und frische Kirschen ist
    • Wir nehmen dankend an und reden auf Deutsch und er auf Türkisch
    • Wir unterhalten uns prächtig
    • Plötzlich quietschen auf der Straße Reifen und es tut einen Riesenschlag
    • Ein Auto ist dem anderen reingekracht
    • Die Türken rennen und schauen sich das Ganze an
    • Einer kommt zurück, greift in den Kühlschrank eine Flasche Wasser und bringt es einem Fahrer, der ist etwas neben sich
    • Wir verabschieden uns von dem Kirschenmann, bedanken uns und ziehen weiter
    • Wir suchen ein Restaurant, erst das vierte Restaurant gefällt meinem Louis
    • … und ich habe so Hunger!!!
    • Wir essen gemütlich und laufen danach durch die beleuchtete Innenstadt
    • Auf dem Weg zum Hafen ist ein kleines Fest, gehört sicherlich zu dem Feiertag aufgrund des Militärputsches von damals
    • Wir laufen am Strand entlang und strecken den Fuß einmal ins Schwarze Meer
    • Nach einem langen Fußmarsch gehen wir zurück ins Hotel und gehen unserer Arbeit nach
    • In Laos damals habe ich einen Russen kennengelernt, der in der Nähe von Moskau wohnt
    • Mit ihm habe ich ständig Kontakt, er hält mich auf dem Laufenden, was so wirklich in Russland los ist
    • Wir machen uns ein bißchen Gedanken über die Lage, über das Geld, welches „druckfrisch“ sein sollte, und wegen der Benzinknappheit
    • Aber wir werden sehen, es wird alles werden 🙂

  • 14.07.2026

    • Louis ist bis 2:30 Uhr noch wach und macht an seinen Filmen rum
    • Also 2:30 Uhr türkischer Zeit, 1:30 bei euch
    • 9:30 stehen wir auf, hätten aber länger liegen bleiben können 
    • Kurz nach 11:00 Uhr sind die Maschinen gepackt, wir haben uns verabschiedet und fahren los
    • Durch kleine Gassen und über Schotterwege fahren wir zur Hauptstraße in Edirne
    • Für türkische Autobahnen benötigt man die HGS-Karte, die man vorher aufladen muss und damit Maut bezahlt
    • Vor fünf Jahren war ich mit meinem Bruder einen ganzen Tag beschäftigt, in Istanbul so eine HGS-Karte zu besorgen
    • Das war eine Katastrophe!
    • Im Internet lesen wir, dass wir das auch im Nachhinein bei jeder Postfiliale bezahlen können… okay, dann machen wir das so
    • Wir fahren aus Edirne raus und drauf auf die Autobahn
    • Auch Traktoren dürfen in der Türkei auf Autobahnen fahren
    • Dann kommt es, wie es kommen musste, die erste Mautstation mit riesengroßen Schildern von HGS, und einer Schranke davor
    • Die Autos vor uns fahren drauf zu, und mit der HGS-Karte geht die Schranke hoch
    • Louis fährt vor mir an die Schranke hin
    • Ich hör schon das Hubkonzert von den Autos hinter uns in meinen Ohren, wenn die Schranke zu bleibt und wir nicht weiterfahren können
    • Ich fang schon an zu schwitzen, aber die Schranke geht einfach auf
    • Louis fährt durch und auch ich fahr an die Schranke hin, sie geht ebenfalls auf, ohne irgendwas
    • Dann haben die wohl nur unsere Kennzeichen abgescannt 
    • Gott sei Dank…
    • Wir fahren weiter
    • An der nächsten Mautstation geht die Schranke tatsächlich nicht auf, sie bleibt zu
    • Gott sei Dank schaut plötzlich ein Bub aus dem Fenster in seinem Hüttle
    • Er fragt, wo wir herkommen, und will abkassieren
    • Wir geben ihm die Bankkarte für 190 türkische Lira
    • Wir bezahlen, und die Schranke geht auf
    • Puh, umsonst geschwitzt
    • So passiert es noch einmal, wir bezahlen und die Schranke geht auf
    • An den anderen Mautstationen geht die Schranke dann einfach auf
    • Wir fahren die 200 km Autobahn komplett durch, dann tankt Louis
    • An der Tankstelle werden wir immer wieder angesprochen, wo wir herkommen, und wo wir hin wollen
    • Wir essen eine Kleinigkeit, dann noch ein Espresso und es geht weiter
    • Wir fahren den äußersten Ring um Istanbul rum und hoffen, dass da nicht so viel los ist
    • Die Fahrt läuft gut und es ist wirklich nicht viel los
    • Vierspurige Autobahn, aber manchmal fahren die Türken auf der dritten Spur, obwohl die rechten beiden frei sind
    • Dann fahren wir einfach im Zickzack und wechseln immer wieder die Spuren, überholen rechts, dann wieder links
    • So wird das eintönige Autobahnfahren ein wenig spektakulärer
    • In schlecht beleuchteten Tunnels fahren einige auch ohne Licht – okay, draußen ist ja auch taghell
    • Auf der dreispurigen Autobahn fahren auch mal drei LKW’s nebeneinander
    • Wir ziehen 180 km durch und tanken beide
    • Jetzt ist 16:00 Uhr und wir haben schon 380 km geschrubbt
    • Bis 17:00 Uhr wollen wir noch fahren, und dann eine Unterkunft suchen
    • Heute soll es nicht mehr so spät werden, wir wollen noch was vom Abend haben
    • Das Fahren ist jetzt recht angenehm
    • Heute Morgen bei 28° und strahlenden Sonnenschein war es schon richtig heiß
    • Jetzt sind bloß noch 22°, der Himmel wolkenbedeckt
    • Wir ziehen bis 17:15 Uhr durch und haben 530 km jetzt drauf
    • Wir machen Pausen und Louis sucht eine Unterkunft
    • Gestern hatte ich mich verrechnet, wir sind nicht 7 Stunden hinter unserem Zeitplan, sondern nur 4
    • Und ich denke, heute haben wir wieder einiges eingeholt
    • Louis findet was vor der Stadt Gerede
    • Wir fahren die letzten Kilometer zum Hotel, es ist angenehm frisch geworden
    • Wir checken ein, haben ein schönes Zimmer, Bad und Dusche
    • Gegenüber von unserem Zimmer steht gleich eine Mosche
    • Bin gespannt wie die Nacht wird und wie oft der Kollege jodelt
    • Wir duschen und gehen anschließend in die Stadt und suchen ein Restaurant
    • Wir essen sehr leckeres Hühnchen mit viel Salat
    • Der Kellner ist Truckerfahrer und war schon überall in Europa, unter anderem viele Städte von Deutschland, erzählt er uns
    • Nach dem Essen laufen wir noch ein bisschen durch die Stadt und dann runter zum See
    • Auf dem Weg dorthin muss ein LKW-Fahrer sein Rad vom Auflieger wechseln
    • Sehr schönes Städtchen, alles toll angelegt
    • Anschließend gehen wir in unser Hotel und arbeiten fürs Internet

  • 13.07.2026

    13.07.2026

    • Louis hat heute Nacht noch offline-Karten runtergeladen, falls wir in Russland Probleme mit dem Internet haben und nicht mehr navigieren können
    • Heute wollen wir aus Serbien raus, durch ganz Bulgarien fahren und in die Türkei rein
    • Ist von den Kilometern her gleich wie wir gestern gefahren sind, ca. 570
    • Gestern war das Ärgerliche, dass wir über anderthalb Stunden in Zagreb vergeudet haben
    • Das muss heute besser werden, aber es ist ja auch kein Sonntag mehr
    • Die offline-Karten von Russland sind drauf, allerdings kann man nicht irgendeine Stadt als Ziel eingeben, das geht leider nicht
    • Man muss in die Karte rein zoomen und dann ein Ziel antippen
    • Hm… das muss noch verbessert werden, aber wir haben ja noch ein paar Tage Zeit
    • Dann kommt das nächste Problem, das Problem mit dem Geld
    • Die russischen Banken akzeptieren anscheinend Euros nur mit neuen Scheinen, ohne Falten und Knicke
    • Ich hab meine Hunderter schön im Gürtel versteckt, gefalten, gebogen und geknickt
    • Hm…
    • Sehr schlecht
    • Louis hat zum Glück alles geglättete Scheine
    • Somit werde ich nachher noch in Bulgarien auf die Bank gehen, die letzte Möglichkeit an Euros zu kommen
    • Dann gibt’s noch ein Problem mit Louis‘ seiner grünen Versichertenkarte
    • Sie ist ihm schon seit ein paar Tagen versprochen worden, aber immer noch nicht da
    • In Bulgarien will er die Versicherung noch mal anrufen, denn in der Türkei benötigen wir diese zur Einreise
    • 10:45 Uhr haben wir gepackt und fahren los
    • Nach 1 Stunde muss Louis tanken, es geht auch wieder nur mit Bargeld
    • Eine Kleinigkeit essen, Espresso, dann geht’s weiter
    • Die Landschaft wird schöner, von nur geradeaus kommen jetzt auch ein paar kleinere Berge mit Kurven
    • Wir reden über unsere Cardo über die Norwegen-Tour und wie er da mit seiner Suzuki SV 650 hochgekommen ist
    • Und wie entspannt das jetzt mit der GS ist
    • Ich habe ja noch nicht viel Erfahrung mit verschiedenen Motorrädern, aber die GS ist schon ein Highlight und ich kann mir nicht vorstellen, was man da noch alles verbessern oder anders machen könnte, sie ist einfach perfekt
    • Und für Louis ist es natürlich ein Riesending, der Tausch seiner Blechbüchse gegen die GS
    • Perfekte Reisemaschine, und man kann sie unendlich beladen
    • Wir kommen an die Grenze zur Ausreise aus Serbien und schlängeln uns auf der Buslinie an den Autos vorbei nach fast ganz vorne
    • Dann stehen wir, stellen die Maschinen ab und warten
    • Es ist heiß, wir schwitzen
    • Ab und zu können wir die Maschinen 3 m nach vorne schieben
    • Nach circa 25 Minuten sind wir endlich dran, die Kontrolle geht recht schnell und wir fahren zur nächsten Grenzkontrolle zur Einreise nach Bulgarien
    • Dort schlängeln wir uns auch nach vorne und brauchen circa 20 Minuten
    • Dann sind wir in Bulgarien und fahren auf der Autobahn weiter
    • In Sofia fahren wir raus, tanken, essen, trinken und holen Bargeld am Geldautomat
    • … denn wir brauchen glatte Scheine für Russland!
    • Louis bekommt 1200 € in Zwanziger Scheine und ich bekomme 800 € in Zehnerscheine – Super Sache!!!
    • Jetzt bräuchten wir nur noch einen Geldkoffer
    • Wir bemerken, dass die Bulgaren uns 1 Stunde geklaut haben, es ist 16:00 Uhr, statt 15:00 Uhr
    • Okay, wir akzeptieren
    • Noch 280 km bis in die Türkei, das wollen wir noch schaffen
    • Die Wolken ziehen zu, es sind 24° und ein kühler Wind geht… Perfekt zum Motorrad fahren
    • Auf der Autobahn ist sehr wenig bis gar nichts los
    • Wir fahren nebeneinander her und filmen uns, für YouTube
    • Ich glaub jetzt bin ich auch ein YouTuber
    • 120 km vor der Grenze wird Louis müde und wir fahren raus
    • Ich lade ihn zu einem Espresso ein, der erste in seinem Leben
    • Auf diesem Parkplatz stehen viele Autos mit deutschen Kennzeichen, hauptsächlich Berliner
    • Aber es ist kein einziger Deutscher dabei, alles Türken
    • Die packen ihren Teppich aus, Kopf nach Mekka und fangen an zu beten
    • Louis ruft bei der Versicherung an und bekommt als Antwort, das Mail ging heute Mittag raus
    • Aber es ist nichts angekommen
    • Die Frau schickt es gleich noch mal und prompt ist es im Posteingang
    • Das war kurz vor knapp
    • Louis bucht noch eine Unterkunft in Edirne
    • Als wir dann weiterfahren, werden wir von allen betenden Türken überholt
    • Dann kommen wir an die Grenze zur Ausreise aus Bulgarien und drängeln uns wie üblich vor
    • Die ganze Prozedur dauert circa 20 Minuten
    • An der Grenze zur Einreise in der Türkei müssen wir an vier Stationen vorbei
    • An den ersten beiden Stationen wird das gleiche kontrolliert, Personalausweis und Fahrzeugschein – doppelt kontrolliert, aber macht natürlich Sinn!
    • An der dritten Station wird die grüne Versichertenkarte verlangt
    • An der vierten Station müssen wir unsere Koffer öffnen
    • Dann waren sie zufrieden und wir konnten weiterfahren
    • Nun fahre ich zum vierten Mal mit dem Motorrad in die Türkei rein
    • Wahnsinn, jetzt sind erst drei Tage vergangen und wir sind schon in der Türkei
    • Es fühlt sich an, als wenn wir schon eine Woche unterwegs wären
    • Wir fahren nach Edirne und suchen erst mal eine Tankstelle
    • Wir werden von kleineren Rollern überholt und von allen Seiten angehupt 
    • Wir sind eine kleine Attraktion
    • an der Ampel fährt ein junger Kerl mit seiner 250er neben Louis
    • Er gestikuliert und lacht und zeigt auf unsere Motorräder
    • Wir tanken und suchen dann unsere Unterkunft
    • Dort dürfen wir unsere Motorräder in die Garage stellen, die leider aber zu klein ist und nur eine Maschine reinpasst
    • In der wunderschönen Unterkunft angekommen müssen wir erst mal raus aus unseren verschwitzten Sachen
    • meine Unterhose ist nass, als hätte ich… naja, lassen wir das
    • Mit der Zeit wird es echt kritisch, unsere Motorradklamotten fangen langsam an zu muffeln
    • Es wäre mal Zeit für einen Tag Pause und alles durch zu waschen
    • Louis verweist auf meinen straffen Zeitplan, der einen Tag Pause nicht vorsieht
    • Leider hat er recht…
    • Vorgestern waren wir noch 3 Stunden hinter meinem Zeitplan, jetzt sind es 7 Stunden
    • Aber egal, wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht… noch nicht!
    • Wir duschen und gehen draußen irgendwo was essen
    • Anschließend müssen wir ein wenig auslaufen und gehen über Umwege zu unserem Apartment zurück
    • Was wieder sehr schlimm hier in der Türkei zu sehen ist, das sind die vielen herumstreunenden Hunde und Katzen
    • In unserem Zimmer machen wir wieder das Übliche für den Rest der Welt da draußen
  • 12.07.2026

    • gegen Mitternacht sind wir ins Bett, es hat nur geschüttet, geblitzt und gedonnert
    • Ca. 7:00 Uhr wache ich auf, die Sonne scheint schon wieder, und so soll es heute auch bleiben
    • Louis schnarcht noch in seinem Zelt neben mir, und steht dann nach 8:00 Uhr auf
    • Während dem Packen fährt einer über die Wiese, schaut verschlafen aus seinem Autofenster zu uns, überlegt kurz, fährt aber dann wieder weiter
    • Dann packen wir vollends und müssen heute ohne Dusche weiter
    • Abfahrt 9:30 Uhr
    • Wir fahren die paar Kilometer auf der slowenischen Autobahn und kommen dann gut über die Grenze nach Kroatien
    • Am Rande von Zagreb fahren wir raus und wollen zum Supermarkt
    • Wir fahren an der Arena von Dynamo vorbei und tanken erst mal
    • Im Urlaub weißt du nie, welcher Wochentag ist, außer wenn der scheiß Sonntag ist (sorry, aber musste raus!) und du vor dem Supermarkt stehst und der zu hat 😤
    • Wir fahren noch ein paar Supermärkte an, aber alle zu
    • Komisch, in den südlichen Ländern haben die großen Supermärkte wenigstens bis 12:00 Uhr auf
    • In Kroatien nicht
    • Wir fahren ziemlich genervt durch Zagreb und sind schon wieder komplett durchgeschwitzt
    • An der nächsten Tankstelle fahren wir raus und kaufen dort ein
    • Louis frühstückt, ich trinke erst mal 1 l Wasser und einen Espresso
    • Kurz vor der Abfahrt spricht uns noch ein Kroate auf Deutsch an
    • Er meint an der Grenze zu Serbien müssen wir lange stehen, oder mit unseren Motorrädern vorbeifahren
    • Da fällt es mir von den letzten Reisen durch Serbien auch wieder ein, wir müssen ja raus aus der EU und hinter Serbien wieder rein in die EU
    • Puh…
    • Danach auf die Autobahn und mit Vollgas durch Kroatien 
    • Wir ziehen es durch, anderthalb Stunden mit 130 km/h über die Autobahn
    • 120 km vor Serbien machen wir Pause (13:30) und diskutieren, was wir machen
    • Louis kauft sich eine eSIM für Serbien, ich denke da kommen wir heute nicht mehr raus, es wird zu spät
    • Kurz vor der serbischen Grenze bei 130 km/h auf der Autobahn flattert irgendwas von Louis‘ Motorrad weg!
    • Der leere Wasserkanister fliegt durch die Gegend
    • Ok, Schwund hat man immer
    • Vor zwei Jahren auf dem Weg ans Nordkap ist mir meine Zeltlampe über die Autobahn geflogen
    • Naja, kommt vor…
    • Wir kommen an die Grenze zur Ausreise von Kroatien
    • Mega Schlange
    • Aber es gibt Lücken und wir schlängeln uns durch bis kurz davor
    • 10 Minuten später sind wir an der Reihe
    • Wir stehen parallel und geben alles zusammen ab
    • Ruckzuck werden wir weiter gewunken und fahren zur serbischen Grenze zur Einreise
    • Der Grenzer nimmt meine Papiere, schaut lächelnd mein Motorrad an, dann Daumen hoch und „Good Trip“
    • Wir haben beide Grenzen innerhalb von 25 Minuten passiert, hätten wir nicht gedacht
    • Dann weiter Vollgas über die serbische Autobahn, bis mein Sprit zur neige geht
    • An der Tanke ist nur Barzahlung möglich
    • wir tanken beide Motorräder auf einmal voll
    • Nach meiner Rechnung müssten es circa 67 € sein, verlangt hat er 74 €
    • Ok, Umrechnungsfehler meinerseits
    • Louis aktiviert seine eSIM und wir beschließen, noch eine Weile zu fahren
    • Wir fahren noch anderthalb Stunden mit 130 über die serbische Autobahn
    • Belgrad wird großräumig über die Stadtautobahn umfahren
    • Ist auch besser so…!
    • schlechte Erfahrungen gemacht vor zwei Jahren; Champions League, zweimal eins auf die Mütze gekriegt, einmal vor dem Spiel und einmal während dem Spiel
    • Nach anderthalb Stunden Fahrt machen wir Pause und Louis sucht wieder nach Campingplätzen
    • Er stellt fest, dass hier in Serbien eine Wohnung nur die Hälfte kostet wie ein Campingplatz in Österreich
    • Wir beschließen heute nicht zu campen und finden eine Ferienwohnung für 25 € in Jagodina
    • Nach 30 Minuten Fahrt finden wir fast auf Anhieb die Ferienwohnung
    • Gemütliches Zimmer mit 25 m² und kleiner Küchenzeile
    • Sogar zwei ausgepackte Zahnbürsten liegen bereit – cool, da brauchen wir unsere heute nicht benutzen
    • Wir machen noch von zu Hause mitgebrachte Nudeln, gebratene Zwiebel und Pesto mit Käse drüber
    • Anschließend duschen, und dann laufen wir ein bisschen durch die Stadt
    • Und wie das Laufen gut tut!!!
    • Nach zwei Tagen fast ohne Bewegung, mega!
    • Wir finden eine Straße, in der eine kleine Bühne aufgebaut ist und eine Band macht Musik
    • Sehr viele Leute sind drumherum und singen und tanzen
    • Wir schauen ein bisschen zu und genießen die Atmosphäre
    • Anschließend laufen wir über Umwege nach Hause
    • Louis schneidet seine Videos und ich bastle an der Homepage

    –> Was mit den Bildern passiert, weiß ich auch nicht. Ich krieg die einfach nicht groß! Aber ich arbeite dran!!!

  • 11.07.2026

    D/A/SLO

    • Die Nacht war gut, bis 8:00 Uhr haben wir geschlafen
    • Ich bezahle stolze 41 € für die paar Stunden, die wir hier sind, naja…
    • Und die Motorräder durften wegen der Nachtruhe nicht mal rein
    • Wir packen unser Zelt, schleppen unsere Sachen zu den Maschinen und beladen diese
    • Gegen 9:40 Uhr fahren wir ohne Kaffee los, den gibt’s dann unterwegs 
    • Zagreb ist das Ziel, mautfrei durch Österreich und dann erst wieder in Slowenien auf die Autobahn
    • Nur ein paar Kilometer auf der Autobahn, linke Spur, Louis vor mir, zieht ein BMW neben Louis von der rechten Spur, ohne zu schauen, nach links rüber
    • Ich schrei noch ins Mirko, Louis bremst und macht einen Schlenker nach links…
    • Geschafft… und der BMW hat nicht mal was gemerkt
    • Jetzt bin ich voll Adrenalin und brauch erst mal keinen Kaffee
    • Gott sei Dank, so schnell hätte die Reise zu Ende sein können
    • Nach einer Stunde machen wir Vesperpause am Billa 
    • Wir gehen rein und gleich sticht uns die Leberkästheke ins Auge
    • Brötchen geholt und ich stelle mich bei der älteren, etwas mitgenommeren Dame an
    • Sie fragt mich, wie dick ich die Scheibe haben will, und zittert mit dem Messer am Leberkäse entlang
    • Puh, entweder hat sie heute Morgen zwei Roséschorle zu wenig gehabt, oder es liegt tatsächlich am Alter – da will ich aber nicht urteilen
    • Bei 1 cm sage ich stopp, ich liebe viel Fleisch
    • Dann schneidet sie zitternd durch den Leberkäse, von oben 1 cm Breite bis 2 cm unten
    • Ok, sieht sehr viel aus, aber ich liebe es ja
    • Die zweite Scheibe wird genauso… puh, das ist viel Leberkäse.
    • Gut, dafür kosten die zwei Zitterlappen auch gute zehn Euro
    • Wir kaufen noch ein paar Kleinigkeiten ein und setzen uns draußen im Schatten zu unseren Motorrädern und essen
    • Der LKW war wirklich lecker, und viel
    • Die Weiterfahrt für die nächsten paar Kilometer ist ziemlich zäh
    • Ortschaften, langsam fahren und viele Autos
    • Normalerweise falle ich 30 Minuten nach dem Essen ständig in ein Loch, dann brauch ich immer dringend einen Kaffee.
    • Erst ab Radstadt beginnt der Fahrspaß und das Adrenalin überwindet mein Müdigkeitsloch
    • Wir fahren den Obertauern hoch bei herrlichem Sonnenschein und 20°
    • Letztes Jahr bin ich den gleichen Weg mit meinem Einsatzsteuerungskollegen aus Kölleda bei 3° und Nieselregen hochgefahren
    • Die Kurven beginnen und hin und wieder müssen wir Autos überholen
    • Den richtigen Zeitpunkt abpassen, die Vollgasnocke einlegen und die rechte Hand am Anschlag – ruckzuck vorbei
    • Zwei andere Motorradfahrer vor uns, die lassen es auch gut krachen, und wir hinterher
    • Den Obertauern runter und dann weiter den Katschberg hinauf
    • Dort machen wir eine Kaffeepause
    • Beim Parken suchen wir immer Schattenparkplätze, damit es den Innenraum nicht so sehr aufheizt 🥳
    • Die Fahrt verläuft nahezu wolkenfrei und die Temperaturen gehen bis zu 35° nach oben
    • Kurz vor Slowenien ziehen die Wolken aber den Himmel zu und ein paar Regentropfen kriegen wir ab
    • Kurz vor der Grenze biegen wir links Richtung Wurzenpass hoch
    • Dort sind die Straßen ganz nass
    • Sehr schade, so können wir nicht an unsere Grenzen gehen
    • Beim Überholmanöver in einer lang gezogenen Kurve gebe ich zu viel Gas und mir rutscht das Hinterrad auf einer weißen Linie kurz weg
    • Ein paar Zentimeter versetzt der Hinterreifen, aber dann greift er wieder
    • Wieder Adrenalin pur!!!
    • Brauche ich nicht mehr!!!
    • Hatte ich heute schon genug!!!
    • Ich fahre den Wurzenpass vorsichtiger nach oben, über die Grenze nach Slowenien und auf der anderen Seite wieder runter
    • Louis tankt noch vor der Autobahn und ruft Campingplätze an
    • Ein Campingplatz hat offen, in Slowenien, kurz vor der kroatischen Grenze. Er hätte keine Duschen, aber wenigstens Toiletten 
    • Okay, probieren wir
    • ich esse noch ein halbes Brötchen und wir fahren los
    • Nach 20 Minuten falle ich ein Loch und bin hundemüde
    • Wir finden einen Rastplatz, schlafen beide 10 Minuten auf einer Bank, dann noch ein Espresso und jeder ist wieder topfit
    • Die letzten anderthalb Stunden ziehen wir auf der Autobahn mit 130 km/h bis zum Campingplatz durch
    • Dort angekommen gibt es nur eine große Wiese, eine Bar und ein kleines Restaurant
    • Louis versucht wieder telefonisch den Campingplatz zu erreichen, vergeblich
    • Wir parken unsere Maschinen und gehen im Restaurant erst mal essen
    • Vom Campingplatz keine Spur, und telefonisch geht auch niemand mehr ran
    • Wir entscheiden uns für die große Wiese und wild campen
    • Im letzten hinteren Eck bauen wir unsere Zelte auf – Louis will diesmal in seinem eigenen Zelt schlafen
    • Es fängt an zu regnen
    • Es gibt auf der Wiese eine große Bank mit Überdachung
    • Wir nehmen unsere Laptops und „arbeiten“
    • Morgen wollen wir durch Kroatien und Serbien fahren, und in Bulgarien die nächste Nacht verbringen
  • 10.07.2026

    • gegen 12:30 Uhr lege ich die Arbeit nieder
    • Louis meldet sich immer noch nicht
    • Er hat heute seine letzte praktische Abschlussprüfung, danach ist er Kfz-Mechatroniker
    • Gegen 13:00 Uhr meldet er sich, er ist fertig, fährt jetzt nach Hause und packt seine Maschine
    • Ich fange auch an meine Maschine zu beladen
    • Aufgrund dessen, dass pro Koffer maximal nur 10 kg zulässig sind, und ich bestimmt das Doppelte immer drin habe, habe ich jetzt eine neue Technik versucht, die Kofferhalterungen zu entlasten
    • Um 14:30 Uhr ruft Louis an und fragt, ob wir nicht doch morgen erst fahren sollen
    • Wir überlegen die nächste Stunde
    • 16:00…
    • 17:00…
    • 18:00… Louis meldet sich, „Papa wir müssen los, Putin hat angerufen, er braucht uns“ 🤓
    • Kurz danach kommen Louis und Mama vorbei
    • Abschlussbilder und Film noch gedreht, und gegen 18:30 Uhr geht’s los
    • Gemütliche 33° und auf der Autobahn ist nicht viel los
    • Erste Rast 20 km vor dem Münchner Ring
    • Louis beim Campingplatz checken, er telefoniert, ist halt auch schon 20:30
    • Bei zwei Campingplätzen kommen wir zu spät an, da haben die dann schon zu
    • Bei einem Campingplatz geht der AB ran, „wir können kommen, es sind genügend Plätze frei“ – das hört sich sehr gut an
    • 90 Minuten noch, wir fahren los
    • Kurz vor München biegen wir auf den Münchner Ring und kommen am hässlichsten Gebäude Deutschlands vorbei, oder sogar Europas, da streiten sich noch die Experten
    • Ein paar Kilometer weiter ein Exponat der Grünen, ein Hügel aufgeschüttet, ein Windrad hingestellt, welches sich nicht dreht
    • 20 km vor dem Campingplatz tanken wir noch die Boliden voll
    • Als wir um 22:30 Uhr am Campingplatz ankommen, kommt sofort der Campingplatzbesitzer raus und meint „alles voll“
    • Super Sache, Kollege, du kommst aber früh mit dieser Info!
    • Ich habe ihn dann erst mal über seinen AB aufgeklärt, und dass der uns freie Plätze versprochen hat, und dass wir morgen früh gleich wieder abhauen
    • erst hat er noch ein paar Argumente rausgehauen, ist dann aber trotzdem mit uns losgegangen, einen freien Platz zu suchen
    • Und tatsächlich gab es auch noch einen Platz für unser Zelt
    • Dann Zeltaufbau, Louis geht duschen und ich schreibe am Bericht und ziehe Bilder von der Kamera für den ersten Reisetag

    Reisedaten:

    339 km

    Fahrzeit: 3:18

    DCIM\100MEDIA\DJI_0360.JPG
    DCIM\100MEDIA\DJI_0361.JPG
  • 09.07.2026 Kurzbericht zum morgigen Abfahrtstag

    • Heute noch schnell das Kardanöl gewechselt
    • letzte Woche hat das nicht geklappt, da ich den Innentorx der Ablassschraube rund gemacht habe, weil irgendein Seggl beim letzten Ölwechsel die Schraube ohne Drehmomentschlüssel angezogen hat (ich)
    • mit WD40, ein bißchen hämmern und „aufschlagen“ der Schraube, ging die dann endlich auf
    • Öl abgelassen, 180ml nachgefüllt, neue Ablassschraube reingedreht
    • …wieder ohne Drehmomentschlüssel, da Louis den daheim hatte

    • Abends dann noch Louis geholfen, drei Sturzbügelschützer auf jede Seite vom Motorsturzbügel zu montieren
    • Somit sind die Zylinder nun doppelt geschützt
    • …kann man machen 😉

    • Tankrucksack noch montiert, der Rest kommt morgen vor der Abfahrt
  • 08.07.2026 Vorbericht

    Liebe Familie, Freunde, oder die es noch werden wollen, Kollegen, Abenteurer, Motorradfahrer…

    Pünktlich zum neuen Abenteuer wurde unsere Homepage durch meinen tollen Ziehsohn und IT-Kamerad wieder virenfrei gemacht!

    Vielen lieben Dank noch mal an dieser Stelle, Daniel!

    Mein Louis und ich werden uns auf eine 30-tägige Motorradtour durch Russland begeben. Wir haben ein Russlandvisum vom 18.07. bis 16.08., welches wir komplett ausnutzen wollen.

    Unsere Ziele sind das Kaukasusgebirge, der Berg Elbrus, Tschetschenien, Stalingrad, dann weiter Richtung Osten ins Uralgebirge bis nach Sibirien, anschließend Richtung Westen über Kasan, Moskau und St. Petersburg, dort biegen wir in den Norden ab durch Karelien nach Murmansk.

    Wir wollen am Freitag, 10.07. losfahren und haben gute 4000 km vor uns, welche wir in 8 Tagen schaffen wollen. Dann wäre der 18.07., wir in Georgien und an der Grenze zu Russland.

    Dann beginnt das Abenteuer…

    Im Anhang der Plan unserer Reise, der aber nicht in Stein gemeißelt ist. Denn auf solchen Touren muss man ständig flexibel sein.

    Wer dabei sein will, kann auf der Homepage mitlesen. Ich will wie auf meinen/unseren letzten Reisen wieder täglich Bilder und Berichte hier einstellen.

    Zudem hat mein Louis auf YouTube und Instagram einen Kanal, in dem wöchentlich ein kleines Video zu sehen sein wird.

    Wir hoffen es klappt mit dem Internet!!!

    Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!

    Über Rückmeldungen freuen wir uns immer sehr.

    Die Homepage/YouTube/Instagram darf auch gerne weitergegeben werden.

    www.kriestens-on-tour.de