02.08.2026

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  • Die Nacht war wieder super, sehr gut geschlafen
  • Gestern Abend/Nacht haben wir noch über zwölf Hotels in Sankt Petersburg angeschrieben
  • Heute Morgen haben wir noch mal sieben Hotels angeschrieben, da wir von keinem Hotel eine Rückmeldung bekommen haben
  • Mit Autobahn sind es circa 6 Stunden bis Sankt Petersburg – das wollen wir heute schaffen
  • Sofern wir eine positive Rückmeldung von einem Hotel bekommen
  • Wir gehen frühstücken am Buffet
  • Einfach, aber gut – Kaffee okay
  • Wir gehen zurück auf unser Zimmer und checken die Mails
  • Drei Hotels haben sich zurückgemeldet
  • Wir bestätigen und buchen das Hotel Casablanca im Zentrum von Sankt Petersburg
  • Wir verabschieden uns von Alex, dem Hotelbesitzer, und danken ihm noch mal vielmals für seine Mühe gestern Abend
  • Um 10:45 Uhr kommen wir los – wir bekommen noch ein Abschiedsgeschenk von Alex, hausgemachte Spezialitäten aus diesem Ort
  • Und auf geht’s in die nächste Großstadt…
  • Hoffentlich funktioniert das GPS
  • Hoffentlich ist ein Parkplatz am Hotel dabei
  • Hoffentlich wird es nicht so schlimm mit dem Verkehr
  • Wir fahren los und durch schöne Landschaft, viel durch Wald mit vielen Kurven – das kennen wir gar nicht mehr
  • Wir freuen uns in jeder Kurve und legen uns rein, soweit es geht
  • Aber wir müssen aufpassen, denn die Kurve ist schnell vorbei und wir liegen immer noch
  • Google Maps bringt uns runter von der Hauptstraße
  • Die Straße beginnt holprig und mit Schlaglöchern
  • Das ist in der Regel der Beginn einer Google-Straße, welche dann im Schotter endet
  • Wir fahren trotzdem weiter und sind gespannt
  • Die Straße wird nicht besser, aber der Schotter kommt nicht
  • Irgendwann kommen wir an die Hauptstraße, und dann geht es auf die Autobahn Richtung Sankt Petersburg
  • Wir kommen an die Mautstelle und analysieren erst mal die Situation
  • Louis hat nur noch 60 km Reichweite und laut Google kommt in 50 km eine Tanke
  • An dieser Mautstelle muss man nur eine Karte ziehen – das kriegen wir hin
  • Wir fahren auf die Autobahn, Höchstgeschwindigkeit ist hier 130
  • Um Sprit zu sparen fahren wir nur 100
  • Kurz bevor die Tankstelle auf der Autobahn kommen soll, ist eine Abfahrt – Louis hat 3 km weiter eine Tankstelle entdeckt
  • Er will lieber raus, er traut der Autobahn nicht
  • Wir fahren die Abfahrt raus und müssen Maut bezahlen
  • Als gelernter Kfz-Mechatroniker und als technischer Sachbearbeiter bekommen wir das hin
  • Wir bezahlen, die Schranke geht hoch, wir fahren durch
  • Nach 3 km kommt die besagte Tankstelle, sie hat auch 95 Oktan-Benzin für uns
  • Wir tanken und machen eine Kaffeepause
  • Anschließend fahren wir wieder Richtung Autobahn, ziehen eine Karte und los geht’s
  • Wir pendeln uns bei 135 km/h ein 
  • Heute Morgen waren es noch 27°, dann ging es auch mal kurz hoch auf 32° und blauer Himmel, also wieder heiß
  • Auf der Autobahn regnet es manchmal kurz und dann wird es wieder gut – die Temperatur liegt jetzt ungefähr bei 20°
  • Sehr angenehm zu fahren
  • Bei dieser Geschwindigkeit schlucken die hubraumstarken Motoren 7,2 l
  • Wir ziehen 170 km durch und fahren an der Tankstelle auf der Autobahn raus
  • Dort herrscht reger Verkehr und eine Schlange an den Zapfsäulen
  • Zum Glück hat es 14 Zapfsäulen, so dass wir relativ schnell drankommen
  • Wir bezahlen wieder zuerst und tanken dann 
  • Wir kaufen 32 l und teilen es uns perfekt auf – beide Tanks sind voll
  • Louis putzt noch ein bisschen seine Maschine
  • Ohne große Pause fahren wir weiter
  • Wir können weiter mit 135 km/h fahren, es ist nicht viel los
  • Einmal nieselt es wieder ein bisschen, dann ist wieder bewölkt
  • Wir ziehen wieder 170 km bis zur nächsten Tankstelle durch
  • Dort treffen wir annähernd die gleichen Leute wieder
  • Hier ist wieder viel los, aber es hat auch wieder viele Zapfsäulen
  • Es ist immer deswegen viel los, weil es nur alle 60 km oder alle 70 km Tankstellen gibt
  • Ich kaufe 23 Liter Benzin und wir pressen es in unsere Tanks rein, passt perfekt – wer rechnen kann, ist klar im Vorteil
  • Wir machen noch eine kleine Pause und setzen uns ins Café 
  • Ich will an der Kasse einen Espresso bezahlen, den ich dann 2 m weiter selber rauslassen muss
  • Ich frage die Dame äußerst höflich, ob sie englisch spricht
  • Sie erzählt mir dann irgendwas russisches, woraus ich schließe, dass das „Nein“ heißt
  • Sie redet weiter in Russisch, und das mit mir
  • Dann kommt sie genervt um die Kasse herumgelaufen und läuft zum Kaffeeautomat
  • Sie zeigt mir den Espressobecher und fragt mit den Fingern „klein“ oder „groß“
  • Klein reicht mir, sonst kann ich heute Nacht nicht schlafen – „klein“ hat sie verstanden, den Rest eher nicht
  • Ich bezahle an der Kasse meinen Espresso in bar – das gibt schlechte Kritiken, denn sie hat kein Wechselgeld
  • Da ich eh schon dermaßen in der Kritik bin, lässt mich das kalt
  • Sie bruddelt irgendwas, aber ich versteh kein Wort
  • Der hinter mir sagt dann auch etwas, aber ich verstehe weiterhin nichts
  • Wahrscheinlich werde ich gerade beschimpft und beleidigt
  • Die Kassiererin läuft an die anderen vier Kassen vorbei und holt überall Kleingeld raus
  • Dann bekomme ich „sehr freundlich“ das Rückgeld
  • Ich laufe zum Kaffeeautomaten und verstehe wieder nichts
  • Ich spreche hoffnungslos eine Frau neben mir an, ob sie mir helfen könnte
  • Völlig erschrocken stelle ich fest, sie spricht perfekt Englisch mit mir 
  • Welch eine Freude, und sie hilft mir beim Espresso – nicht beim Trinken, beim Rauslassen
  • Zufällig sitzen wir mit ihren Kindern nebeneinander
  • Sie bietet uns selbst gemachtes Gebäck von ihrer Mutter an – sehr lecker
  • Louis versucht sie noch in ein Gespräch zu verwickeln, wie denn die Verdienstmöglichkeiten hier in Russland sind
  • Kurz bevor wir fahren wollen, sprechen uns neben unseren Motorrädern drei Russen an, die einen Trip durch Russland machen
  • Der eine Russe wohnt in Österreich und fährt mit seinen beiden Kameraden durch ihr Land
  • Er spricht gut Englisch und wir unterhalten uns eine Weile
  • Dann spricht uns noch eine Frau auf Englisch an und wünscht uns alles erdenklich Gute für unsere Reise
  • Es kommt gerade niemand, der mit uns reden will – wir machen uns fertig
  • Wir fahren weiter, haben nur noch 100 km vor uns
  • Es ist weiterhin nicht viel los und wir kommen sehr gut durch
  • 25 km vor dem Hotel beginnen die Hochhäuser von Sankt Petersburg
  • Dann endet die Autobahn, und wir kommen an die Mautstelle
  • Eine Frau sitzt im Häuschen
  • 2490 Rubel, ca. 27 Euro… ok, viel, aber wir sind auch einige 100 km gefahren
  • Ich gebe ihr einen 5000er Schein und sage, der dahinter gehört zu mir, ich bezahle für zwei
  • Klappt sehr gut, die Frau hat’s verstanden
  • Das GPS hält und der Verkehr hält sich auch sehr in Grenzen
  • Wir fahren noch ein Teilstück Stadtautobahn und kommen wieder an eine Mautstelle
  • 300 Rubel kostet diese Strecke
  • Ich gebe ihr 600 Rubel und zeige zu meinem Anhängsel hinter mir
  • Sie gibt mir 300 Rubel zurück 
  • Ich zeige noch mal zu Louis und gebe ihr wieder die 300 Rubel
  • Sie will mir meckernd klarmachen, dass das nicht geht
  • warum soll das nicht gehen, nichts leichteres als das?
  • Sie meckert weiter
  • Louis kommt neben mich gefahren und fragt wo das Problem ist
  • Hier, hier im Häusschen sitzt das Problem!
  • ich sag zu Louis, „fahre durch“, die Schranke ist offen
  • Louis fährt durch und ich gebe der Frau wieder die 300 Rubel
  • Das war auch nicht gut, wahrscheinlich weil Louis noch nicht bezahlt hat, sondern nur ich
  • Sie fängt erneut an zu meckern…
  • Was gab es da jetzt nicht zu verstehen, war mein Russisch so schlecht?
  • Die Schranke geht trotzdem auf – ich ziehe meine Handschuhe an und fahre durch
  • … wahrscheinlich hatte sie ihre Tage
  • Wir fahren die restlichen 7 km durch St. Petersburg – GPS funktioniert und kaum Verkehr 
  • Ich komme mir vor wie in der falschen Stadt
  • Es kommt mir vor, ich wäre in Waiblingen und nicht in St. Petersburg, in der Großstadt mit ca. 5,65 Millionen Einwohner
  • Waiblingen hat zum Unterschied nur ca. 57.000 Einwohner – ich merke aktuell keinen Unterschied
  • Außer dass hier in Sankt Petersburg alles Russen sind – in Waiblingen sind es Araber
  • Google Maps führt uns direkt vors Hotel
  • Wir checken bei der netten Dame an der Rezeption ein
  • Wir haben drei günstige Nächte hier mitten in Sankt Petersburg gebucht – an der Rezeption erfahren wir, dass sogar das Frühstück dabei ist
  • Unsere Motorräder können wir im Hinterhof parken – koschd nix, umsonschd
  • Perfekt… 
  • …oder…
  • es läuft alles irgendwie zu gut
  • Wir gehen duschen und laufen in ein Restaurant – heute essen wir georgisch
  • Was uns auffällt, es bleibt länger hell
  • Wir freuen uns schon auf Nordnorwegen, wenn die Nacht nicht ganz dunkel wird
  • Zurück im Hotel planen wir die zwei Tage für Sankt Petersburg

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