- heute Morgen, 8:00 Uhr georgischer Zeit aufgestanden, 6:00 Uhr in Deutschland
- Ich habe noch mal versucht die Bilder von gestern auf die Homepage zu laden, ich glaube es hat einigermaßen funktioniert
- Aber das ist echt ein Scheiß, ich krieg die Bilder nicht mehr ganz groß auf die Homepage
- …
- Wir packen zusammen und drehen die Maschinen erst mal in Startposition
- Dann beladen wir sie
- Wir fahren los, rangieren aus dem Parkplatz raus und vom Berg runter auf die Hauptstraße
- Der Verkehr ist eine Katastrophe, schlimmer als in der Türkei
- Hier wird trotz Gegenverkehr überholt, in der Hoffnung, dass der Gegenverkehr ausweicht
- Wir überholen auch, allerdings, wenn kein Gegenverkehr kommt
- Manchmal machen die Autos Platz und fahren weiter rechts, so dass wir sehr gut überholen können
- Wir haben gerade einen LKW mit 120 km/h überholt, fädeln uns wieder ein, als hinter uns die Polizei mit Blaulicht kommt
- Aber wir waren nicht die einzigen, die so schnell überholt haben
- Polizei überholt mich
- Dann überholt die Polizei den Louis
- …
- Dann fährt die Polizei weiter und überholt die anderen Autos auch
- Haben wir jetzt Glück gehabt oder fahren die zum nächsten Parkplatz und winken uns da raus?
- Ich diskutiere noch mit Louis, ob wir die nächste Abzweigung nehmen und eine Pause machen
- Wir fahren aber weiter
- Von der Polizei ist aber nichts mehr zu sehen
- Gott sei Dank, wäre ein toller Start in Georgien gewesen
- Nach 50 km tanken wir, es funktioniert alles, das Benzin kommt, die Bankkarte funktioniert und einen Espresso bekomme ich auch mit Karte
- Aber die Umwelt ist denen alle egal
- Der Tankwart nimmt den Rüssel aus der Anlage, kippt ihn nach unten, damit das restliche Benzin rausläuft, und lässt es einfach auf den Boden
- Kurz nach der Tankstelle biegen wir rechts von der Hauptstraße ab
- Wenig Verkehr und es ist angenehm zu fahren – jetzt merke ich wieder, wie mich das Kreuz- und Querfahren und Überholen dermaßen stresst!
- Vier Kühe laufen am Straßenrand gemütlich entlang – wir fahren sicherheitshalber langsamer
- Louis meint noch, wir müssen aufpassen, dass nicht noch mehr Kühe kommen
- Und hinter der nächsten Kurve steht doch tatsächlich eine ganze Armee Kühe auf der Fahrbahn
- Bremsen, anhalten, langsam durchfahren
- Immer wieder kommen wir auf vierspurige, gut ausgebaute Landstraßen/Autobahnen – hier können wir Kilometer machen
- Es ist 12:30 Uhr und langsam brauchen wir was zu essen
- Wir benötigen dringend mal einen Supermarkt
- An der nächsten Tankstelle fahren wir raus und dort hat es alles: Tankstelle, Supermarkt, Subway, Computerspielhalle…
- Wir kaufen viel Wasser, seit Tagen mal wieder mit Kohlensäure
- Wir essen Mittag beim Subway
- Die Freundlichkeit der Menschen hier in Georgien lässt sehr zu wünschen übrig… Sehr schade!
- Gelegentlich hubt mal ein Auto und der Autofahrer winkt, das war’s dann aber schon mit der Freundlichkeit
- Wir fahren weiter. Nach circa 40 Minuten kommt der Einbruch, ich werde hundemüde
- Nächste Tanke raus, Louis und ich trinken Espresso (bzw. Louis würgt ihn eher), dann geht’s weiter
- Wir fahren noch eine Weile auf der vierspurigen Landstraße, parallel zum Kaukasusgebirge
- Ca. 130 km vor der russischen Grenze biegen wir links ab Richtung Kaukasus
- Louis muss schon wieder tanken, wir fahren raus
- Aber so ist das halt mit einem Jugendrad und einem 20 l Kindertank, immer wieder muss er tanken
- Leider hat der Tankwart nur 92 Oktan Klopfbenzin, das wollen wir nicht
- Wir fahren zur nächsten Tanke, dort gibt es 98 Oktan
- Der Tankwart holt den Rüssel raus, leert das restliche Benzin im Rüssel auf den Boden und betankt Louis‘ Maschine
- Aber das ist sehr verantwortungsbewusst, das abgestandene Benzin gehört auch nicht in unseren Tank
- …
- wir fahren weiter und die Gegend im Kaukasus wird immer schöner, und je weiter wir ins Gebirge reinfahren, desto weniger Autos sind unterwegs
- Die Straßen werden aber schlechter, manchmal sehr schlimme Bodenwellen, man meint manchmal, das Fahrwerk schlägt durch
- Ok, liegt vielleicht auch an uns, wir fahren auch nicht gerade langsam
- Wir kommen durch ein wunderschönes Tal an einem Fluss entlang
- Die Berge sehen teilweise aus wie mit Moos bedeckt – wie im Bilderbuch
- Schon allein der ganze Anblick von den Tälern und den Bergen im Kaukasus hat sich das tagelange Arschbreitdrücken auf unseren Motorrädern gelohnt
- Eigentlich lohnt es sich gar nicht mehr die Kamera ständig aus und an zu schalten, man könnte sie auch durchlaufen lassen
- Am Ende vom Tal geht es ein wenig in Serpentinen hoch, da ist dann schon mehr los
- Seit knapp 4000 km sehen wir zum ersten Mal wieder Kurven
- Wir freuen uns wie kleine Kinder, legen uns rein, beschleunigen aus der Kurve raus, überholen die Tanker und die anderen Autos – das macht Spaß
- Wir machen auf 2000 Meter Höhe bei 20° Pause an einem Restaurant und trinken etwas
- Louis bucht unser nächstes Hotel 12 km vor der Grenze
- Hinter dem Hotel will er noch einen Berg rauf und die Dreifaltigkeitskirche anschauen
- Kurze Diskussion, warum das, ich will eigentlich ins Hotel!
- Will er seinen Sturkopf und seinen Jähzorn als Kind beichten?
- …
- wir laufen zu unseren Motorrädern, als plötzlich jemand schreit „oh, Deutsche!“
- Wir treffen Maria und Horst, die elf Monate unterwegs sind und auf der arabischen Halbinsel waren, dann über Kirgisistan, Kasachstan nach Russland rein und jetzt in Georgien sind
- Sie kommen aus der Nähe von Wiesbaden
- Es entsteht ein sehr nettes Gespräch und sie beglückwünschen uns zur Russlandreise – als Deutscher bist du dort der Held!
- Sie erzählen uns von der Spritknappheit und dass es an der Grenze zu Kasachstan kein GPS gibt
- Wir machen noch ein Bild, verabschieden uns und fahren los
- Unser Weg führt auf den Kaukasus auf 2400 Meter Höhe und die Temperaturen gehen auf 13° runter
- Ich schalte mal dezent die Griffheizung an
- …
- Die letzten Kilometer zur Kirche geht es in engen Serpentinen hoch
- Die Kirche steht traumhaft auf einem Berg
- Louis versteckt sich hinter einem Gebäude und lässt die Drohne steigen
- Die Aufnahmen werden fantastisch
- Er packt die Drohne ein, und wir fahren ins Dorf zurück an die Tankstelle
- Wir wollen mit vollem Tank morgen früh nach Russland rein
- Danach geht es über eine teilweise Schotter- und Schlaglochpiste zum Hotel
- Die Leute sind nett, man ist es gar nicht gewöhnt
- Wir fahren in den Hof herein und ich parke bergrunter auf der Wiese
- Erster Gang drin, die Maschine steht sicher
- Der Besitzer legt zur Sicherheit noch einen Backstein an mein Hinterrad
- Und überall die vielen streunenden Hunde… schlimm!
- Jetzt haben wir es doch tatsächlich geschafft, das straffe Programm innerhalb einer Woche durchzuziehen
- Seit daheim sind wir nun 3929 km gefahren und sind jetzt 12 km vor der russischen Grenze
- …
- Dann duschen und ab ins Dorf ins Restaurant
- Freundliche, junge Bedienung, auch ungewöhnlich
- Wir diskutieren, was uns ab morgen wohl erwartet…
- wie weit werden wir kommen?
- Haben wir Internet?
- Bekommen wir genügend Benzin?
- Können wir unsere Navis nutzen?
- …
- Wir essen, bezahlen, gehen nach Hause und treffen auf dem Weg nach Hause eine einsame Kuh, die durch die Gasse läuft
- Wir machen Screenshots von unserer morgigen Tour, falls wir Probleme mit dem GPS kriegen
- Wir suchen nach Tankstellen auf unserem Weg und hoffen, dass wir unsere Euros morgen auch in Rubel tauschen können
- Louis hat eine eSIM und einen VPN gekauft, in der Hoffnung, wir können das Internet aus Europa anzapfen
- Ab morgen macht die Tour richtig Spaß, wird extrem spannend und abenteuerlich
- Wir sind gespannt, was uns ab morgen erwartet…
- …


















































































































































































































































































