10.08.2026

Verfasst von

in

  • Durchgeschlafen bis 8:00 Uhr, Wahnsinn
  • Heute wollen wir ein bisschen die Stadt angucken – leider soll es so gut wie nur regnen
  • Auch für die nächsten Tage sind die Wetteraussichten nicht besser
  • jetzt noch eine Nacht hier in Murmansk und dann wollen wir für zwei Nächte weiter nach Sapoljarny
  • Dort gibt es das tiefste Loch der Erde, was je Menschen gebohrt haben – das will ich mir seit Jahren schon anschauen
  • Ist zwar nichts Besonderes, ein versiegeltes Loch inmitten von Ruinen
  • Leider sind die letzten 4 km dorthin kein guter Weg
  • Und bei dem Regen wird er noch schlechter befahrbar sein
  • Louis plant den heutigen Tag in Murmansk 
  • Wird überschaubar – ist ja nicht Moskau oder Sankt Petersburg
  • Wir machen Kassensturz und bemerken, dass uns noch circa 100 € für die letzten Tage in Russland fehlen
  • Louis sucht nach einer Bank
  • Um 12:30 Uhr begeben wir uns auf den Fußmarsch
  • Es sind nur 5 Minuten bis zur Bank
  • Wir gehen rein und lassen uns die Kasse zeigen – über Google Übersetzer biete ich ihr einen Tausch von 150 € an
  • 750 € in Scheinen habe ich mitgenommen – nur für den Fall, dass wieder Falschgeld dabei ist
  • Ich gebe der Frau an der Kasse 15 zehn Euroscheine
  • Sie lässt es durch den Zähler durch… 150 Euro – das passt
  • Dann nimmt sie jeden einzelnen Schein und schaut ihn an, allerdings nur von einer Seite
  • Kein Falschgeld dabei – sie ist zufrieden 
  • sie gibt uns 14.405 Rubel
  • Und sie will nicht mal meinen Reisepass sehen
  • So schnell haben wir noch nie Geld gewechselt, und noch nie zu so einem guten Kurs (96/1)
  • Wir gehen raus, laufen wieder ins Hotel zurück und verstecken die Ware
  • Dann gehen wir los
  • Das Stadtmuseum ist das erste Ziel
  • Wir bekommen ein wenig Hunger – eine Kleinigkeit wäre jetzt gut
  • Louis googelt ein Restaurant
  • Das erste Restaurant ist eine Bäckerei
  • Weiter…
  • Das zweite Restaurant ist ein Friseur
  • Wieder weiter…
  • Aus Verzweiflung sind wir in einen Supermarkt, in der Hoffnung es gibt ein abgepacktes Sandwich oder so
  • Nichts dergleichen gab es, der Laden war zu klein
  • Zum dritten Restaurant geht es in den Keller runter
  • Es ist eine Geringverdiener-/Studenten-Rentnerkantine – oder Tafel
  • Wir bestellen zwei unterschiedliche Menüs, bekommen letztenendes doch das Gleiche
  • Es waren jeweils Drei-Gänge-Menüs
  • Suppe, Salat und Hauptspeise – Louis hat sich noch zwei Pfannkuchen rausgelassen
  • Das Trinken ist undefinierbar und ungenießbar – müssen wir aus Verzweiflung stehen lassen
  • Am Ende bezahlen wir umgerechnet acht Euro für die kompletten Essen
  • Wenn wir im Supermarkt Vesper gekauft hätten, hätten wir mehr bezahlt
  • Und jetzt haben wir doch mehr gegessen als geplant, der Bauch ist voll
  • Wir rollen zum Museum rüber, ist nur 1 Minute weg
  • Museum geschlossen – klar, heute ist ja auch Montag
  • Laut Google müsste es aber offen haben
  • Hm…
  • Es regnet wenigstens nicht mehr
  • Als Nächstes wollen wir eine steinerne Figur anschauen – die hat immer offen und läuft auch nicht weg
  • Jetzt kommt sogar ein bisschen die Sonne raus
  • Wir müssen einen Berg hinauf und kommen an eine Gedenkstätte gefallener Matrosen
  • Von hier aus hat man eine schöne Aussicht auf Murmansk und den Hafen
  • Hier hat sogar jemand ein Vorhängeschloss an den Zaun gemacht, damit wahrscheinlich niemand den Zaun stehlen kann
  • Im Anschluss an die Gedenkstätte steht eine orthodoxe Kirche
  • Louis bekommt eine E-Mail vom Werkstattkameraden, er kann kommen, das Motoröl wechseln lassen
  • Wir lassen das mit der Statue und gehen zum Hotel zurück
  • Louis bereitet seine Fahrt vor – ich gebe ihm das Öl und den Ölfilter
  • Gegen 16:30 fährt er los
  • Um 18:00 fährt Louis wieder in den Hinterhof vom Hotel – Daumen hoch, alles hat geklappt 
  • Wir duschen und gehen anschließend zu unseren Motorrädern
  • Wir stellen die Service-Intervallanzeigen zurück
  • OBD-Stecker anschließen, ein paar Tastendrücke auf dem Handy, schon ist alles zurückgestellt
  • Gegen 19:30 Uhr gehen wir in unser Stammrestaurant
  • Unsere junge Bedienung ist heute doch da – sie musste für eine Kollegin einspringen
  • Ich esse wieder das gleiche wie gestern, nur einen anderen Salat hat sie mir empfohlen
  • Louis nimmt wieder seine Schweinekartoffeln mit griechischen Salat
  • Hier ist das Essen wirklich sehr gut, und reichlich
  • Am Ende kommt die Bedienung noch mal her und stellt sich als Barbara vor
  • Sie fragt nach unserer Reise, wo wir in Russland überall waren
  • Sie war sehr erstaunt, dass wir das Land von Süden bis nach Norden bereist haben
  • Dann räumt sie ab und kommt anschließend noch mal her
  • Sie hätte so viele Fragen und fragt nach unseren Kontakten
  • Und sie will auch besser Englisch lernen
  • Wir bezahlen, geben ihr noch gutes Trinkgeld und gehen zurück ins Hotel
  • Im Bett planen wir für morgen – das Wetter soll jetzt doch nicht ganz so schlecht morgen werden
  • Wir werden sehen, ob wir zur Kolabohrung kommen
  • Auf jeden Fall machen wir morgen früh gemütlich und wechseln dann zum Hotel nach Sapoljarny

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert