25.07.2026

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  • Gegen 8:30 Uhr wachen wir bei herrlichem Sonnenschein auf
  • Gestern habe ich meinen russischen Freund bezüglich Moskau angeschrieben
  • Wegen Drohnenangriffe, Krieg, GPS, Spritknappheit, und überhaupt die Gefährlichkeit in Moskau
  • Heute Morgen schreibt er zurück, dass es in Moskau circa 4x im Monat Luftalarme wegen Drohnenangriffe gibt
  • GPS würde zu 90 % funktionieren
  • Ansonsten lohnt es sich auf alle Fälle, Moskau zu besuchen
  • Das Gefährlichste aus seiner Sicht ist der chaotische Verkehr
  • Oh, auch das noch…
  • Wir gehen frühstücken, Buffet
  • Danach chillen wir noch im Bett, Check out ist erst um 12:00 Uhr
  • Wir beschließen, Jekaterinburg, Sibirien und Kasan auszulassen – da komme ich dann sowieso auf meiner Mongoleireise automatisch vorbei
  • Der Plan ist, am Montag über zwei Tage dann direkt nach Moskau zu fahren
  • Moskau, Sankt Petersburg und Murmansk dann ausgiebig anschauen
  • Wir packen zusammen und fahren mit unseren Motorrädern zur Mutter-Heimat-Statue – 10 km
  • Wir fahren runter zur Wolga und am Fluss entlang
  • Wir kommen an einem noch nicht fertiggestellten Riesenrad und direkt am Stadion von Rotor Wolgograd vorbei
  • Wir machen eine Linkskurve und haben direkt vor uns den Mamajew-Hügel mit der Mutter-Heimat-Statue (diesen Hügel hatten mal die Deutschen eingenommen, dann wieder die Russen, dann wieder die Deutschen… so ging das hin und her)
  • Wir suchen einen Parkplatz und laufen im T-Shirt und Motorradhose in der prallen Sonne den Berg hoch – es sind 38°, wir schwitzen ein wenig
  • Beeindruckend, was alles gemacht wurde zum Gedenken an den Sieg der sowjetischen Streitkräfte
  • In der Schlacht von Stalingrad, die von Juli 1942 bis Februar 1943 ging, waren ca. 2.000.000 Soldaten beteiligt, die Hälfte davon sind gefallen
  • Im „Saal des Soldatenruhms“ stehen zwei Wachposten stocksteif vor dem ewigen Feuer
  • Ein anderer Wachmann kommt mit dem Tuch und wischt den stocksteifen Kameraden den Schweiß vom Kopf – sie dürfen sich nicht bewegen
  • Wir laufen hoch zur Mutter und setzen uns neben ihr in den Schatten
  • Von hier aus hat man auch einen herrlichen Blick auf das Stadion von Rotor Wolgograd
  • Von außen sieht das Stadion sehr schön aus – gut, das kann man natürlich nicht mit dem Neckarstadion vergleichen, das sind andere Welten!
  • Ans Neckarstadion kommt halt nichts ran…
  • Falls unsere Roten hier mal den Rotor drehen dürfen, ich biete mich sehr gerne als Reiseführer an
  • Anschließend gehen wir in die Russisch-orthodoxe Kapelle und zünden zwei Kerzen an
  • Diese Kapelle ist ein heiliges Denkmal, das den Helden der Schlacht von Stalingrad gewidmet ist und als Ort der Erinnerung für die gefallenen Soldaten dient
  • Nebenan ist noch das Stalin-Museum, welchem wir auch einen Kurzbesuch abstatten
  • Im Museum hecke ich mit Josef einen Schlachtplan aus
  • Danach laufen wir den Berg runter zu unseren Motorrädern
  • Wir fahren die restlichen Kilometer über Umwege aufgrund von vielen Baustellen zu unserem neuen Hotel
  • Heute waren es sagenhafte 18 km auf dem Motorrad
  • Als wir unsere Motorräder vor dem Hotel parken, kommt da ein Typ angelaufen und stellt sich davor
  • „endlich wieder Deutsche!“ sagt er und freut sich
  • Wir freuen uns ebenfalls
  • Martin aus Görlitz begrüßt uns
  • Er ist auch mit dem Motorrad unterwegs und fährt jetzt mit dem Zug für drei Tage nach Moskau, um sich die Stadt anzuschauen
  • Sein Motorrad kann er im Hinterhof des Hotels stehen lassen
  • Er macht das so, weil der Verkehr in Moskau angeblich eine Katastrophe ist
  • Das bringt uns zum Nachdenken – so könnten wir auch den Chaosverkehr in Moskau umgehen
  • Allerdings fährt man von Wolgograd 20 Stunden mit dem Zug, im Schlafwagen, und dann muss man die 20 Stunden auch wieder zurück
  • Wir begleiten Martin zum Zug
  • Martin kommt aus Polen und kann auch ein wenig russisch
  • Wir gehen zum Fahrkartenschalter und Martin checkt die Lage für uns, mit Hin- und Rückfahrt
  • Wir buchen noch nichts, haben jetzt aber die Zeiten, wann die Züge fahren
  • Wir lassen uns auch einen Plan der Zwischenstationen geben
  • Eine Idee wäre noch, mit dem Motorrad so dicht wie möglich an Moskau ran zu fahren, und dann vielleicht die letzten 3 Stunden mit dem Zug rein
  • Wir haben jetzt alle Informationen, verabschieden uns von Martin, der in den Zug steigt, und laufen Richtung Hotel zurück
  • Martin erzählte, dass es heute um Mitternacht und um 7:00 Uhr morgens angeblich Drohnenangriffe auf Wolgograd gegeben hat
  • In Wolgograd werden Raketen gebaut, deshalb ein beliebtes Drohnen-Ausflugsziel
  • Wir haben aber nichts mitbekommen
  • Auf dem Rückweg gehen wir noch in den Supermarkt und kaufen Trinken
  • Im Hotel dann duschen, umziehen und im eigenen Restaurant gehen wir essen
  • Wir diskutieren, wie wir das mit Moskau machen
  • Entweder wie geplant mit dem Motorrad nach Moskau rein, oder von hier aus mit dem Zug 20 Stunden und 20 Stunden wieder zurück
  • Oder wir suchen uns einen Zwischenstandort, den wir mit dem Motorrad anfahren, und von dort aus dann mit dem Zug nach Moskau rein
  • Wir wissen es noch nicht…
  • Nach dem Essen gehen wir draußen noch ein bißchen spazieren und schauen uns die Alexander Newsky Kathedrale an, die direkt neben unserem Hotel steht
  • Wir finden noch keinen Nenner wegen Moskau
  • Ich würde lieber den Zug nehmen, Louis findet das unnötig und will mit dem Motorrad reinfahren
  • Ein Hotel mitten im Zentrum haben wir schon gefunden, und man kann sogar ohne Kreditkarte buchen und bezahlen dann vor Ort
  • Auf den Bildern sieht es richtig schön aus – der Preis ist aber sehr günstig
  • Das macht mich stutzig…
  • Wir diskutieren wieder über Moskau
  • Letztenendes lasse ich mich breit schlagen und stimme zu mit dem Motorrad direkt in die Innenstadt nach Moskau reinzufahren
  • Wird schon gut gehen – aber halt auch viele Nerven kosten
  • Louis bucht das Hotel, ich schaue mir den Weg von Wolgograd nach Moskau an
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