23.07.2026

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  • wir gehen um 9:00 Uhr zum Frühstück
  • Ist nicht mehr so feudal wie die letzten zwei Tage – sehr einfach
  • 520 km sind es noch bis Stalingrad/Wolgograd, das wollen wir heute schaffen
  • Wir werden sehen…
  • Gegen 10:00 Uhr fahren wir los
  • 1 Stunde früher als gestern, und diesmal wird uns keine Stunde geklaut – insofern haben wir 2 Stunden gut heute
  • Wir wollen jetzt in dieser Stadt noch tanken – wir fahren vom Hotel los
  • 200 m vor der Tankstelle stehen aber schon die Autos Schlange
  • Samuel hatte schon gesagt, bis Astrachan gibt es keine Tankstellen, die Benzin haben, und das GPS läuft auch nicht
  • Wir fahren auf die Hauptstraße Richtung Astrachan und tatsächlich fällt das GPS aus
  • Zum Glück müssen wir auf dieser Hauptstraße bis Wolgograd bleiben
  • Wir fahren an einigen Tankstellen vorbei, alle zu
  • In der nächsten größeren Stadt kaufen wir viel Wasser und ich einen Cappuccino
  • Nach einer kurzen Pause fahren wir weiter
  • Es kommen wieder einige Tankstellen, aber alle zu
  • Ich habe noch Sprit für ca. 350 km, Louis noch für ca. für 200 km, +5 Liter im Kanister
  • Wir fahren nicht direkt nach Astrachan, sondern biegen vorher links ab, eine Umgehungsstraße
  • Da kommt doch tatsächlich eine Tankstelle, der Liter Sprit für 0,80 € – Wahnsinn
  • Einige Wochen vor unserer Reise kostete der Sprit in Russland 0,60 € – gestern haben wir sogar mal 1,50 € bezahlt
  • Louis will zapfen, es kommt kein Sprit raus
  • Er läuft immer wieder zu der Kassiererin hin und gestikuliert, sie gestikuliert zurück
  • Bis wir es kapiert haben, dass sie erst Bargeld haben will, bevor sie die Zapfsäule freigibt
  • Ok, wir geben ihr 5000 Rubel und können tanken
  • Wir tanken voll, jeder circa 12 l
  • Ohne Pause fahren wir dann weiter
  • Es ist so ein schönes Gefühl, mit vollem Tank weiter zu fahren
  • Davor war uns irgendwie mulmig, obwohl wir noch genügend Sprit hatten
  • Aber es ist schon ein komisches Gefühl, wenn die Autos 200 m an der Tankstelle stehen und die nächsten Tankstellen alle zu sind
  • Das GPS macht auch Probleme. Es hakt sehr oft
  • Immer mal wieder ist es da und wir sehen, wir befinden uns auf dem richtigen Weg
  • Es gibt zum Glück nur eine Straße nach Wolgograd
  • Immer wieder gibt es Polizeikontrollen, bei denen unser Puls ständig hochgeht
  • Bisher wurden wir noch nicht angehalten – aber der Tag ist ja noch nicht vorbei
  • Es sind 38° und wolkenloser Himmel
  • Es ist sehr heiß zu fahren
  • Und wieder Polizei…
  • Haben die eigentlich nichts besseres zu tun?
  • Wir werden beide langsam müde
  • gegen 14:00 und nach 240 km kommt doch eine Tankstelle mit Supermarkt und klimatisierten Café 
  • Tanken wollen wir noch nicht, Cappuccino ist angesagt und viel Wasser kaufen
  • 2,5 Liter Wasser hat heute schon jeder getrunken
  • Louis ist müde und zwingt sich deshalb einen Espresso rein
  • Wir gehen wieder raus und kriegen einen Hitzeschock – brutal!
  • Wir hoffen, dass wir in Wolgograd irgendwie GPS haben, um ein Hotel finden zu können
  • Ansonsten wird es recht zäh
  • In Wolgograd habe ich meine 10.000 km seit dem letzten Ölwechsel hinter mir
  • Es wäre Zeit für neues Öl
  • 4 Liter Öl und Ölfilter habe ich dabei
  • Heute Morgen sind wir mit der Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h gestartet, haben dann auf 100 km/h erhöht und später auf 110 km/h
  • Seit heute Morgen überholen wir nicht mehr bei Überholverbot und sobald Blitzer angezeigt werden, bremsen wir herunter
  • Trotzdem werden wir immer wieder von Autos überholt
  • 200 km nach dem letzten Tanken suchen wir wieder Tankstellen
  • Wir finden eine, die aber nur 92 oktaniges Klopfbenzin hat – das wollen wir unseren Motoren nicht antun
  • 40 km weiter gibt es wieder eine Tanke, 95 Oktan und wir tanken voll
  • Nach dem Tanken kommt ein lustiger Halbchinese auf mich zu und wir verständigen uns mit Händen und Füßen
  • Wir wollten uns drinnen noch ein bisschen ausruhen, aber es ist definitiv zu kalt
  • Die Klimaanlage hat gefühlt auf 10° runter gekühlt
  • Wir setzen uns draußen in den Schatten, essen Bananen und Äpfel und trinken dann einen Espresso
  • Wir fahren weiter die letzten 140 km bis Wolgograd
  • Hinter mir hängt wieder so ein Transporter, bei 100 km/h direkt am Nummernschild – das stresst mich!
  • Wenn jetzt ein Igel über die Straße läuft und ich eine Vollbremsung machen muss, dann ist dem seine ganze Front kaputt
  • Die Leute denken aber auch gar nichts
  • Es geht weiterhin nur geradeaus durch die öde und karge Landschaft
  • Irgendwann kommt mal eine Kurve, Radius mindestens 100 m
  • Ich lass meinen Fuß auf dem Asphalt streifen, damit ich das Gefühl habe, ich bin in 45° Schräglage 😉
  • 40 km vor Wolgograd geht erwartungsgemäß das GPS nicht mehr
  • Sehr schlecht!
  • Zum Glück sind wir auf der richtigen Hauptstraße, die direkt nach Wolgograd führt
  • Als wir fast mittendrin in Wolgograd sind, funktioniert das GPS plötzlich wieder
  • Super! Es hat auch keine Aussetzer mehr
  • Hier ist auch Feierabendverkehr, aber mit Machatschkala nicht zu vergleichen
  • Hier ist kein Gedränge, es wird nicht dicht aufgefahren und gehupt wird auch nicht
  • Wir fühlen uns wie in einer anderen Verkehrswelt – sehr angenehm
  • Louis googelt ein Hotel mitten im Zentrum
  • Wir fahren es an und zwei Mädels sind an der Rezeption
  • Wir wollen drei Nächte in dieser Stadt bleiben, damit wir zwei volle Tage haben, die Geschichte zu erkunden
  • Wie es in den Großstädten immer so ist, gibt es auch hier keine Zimmer
  • So reserviert die Russen in Tschetschenien waren, so herzlich und gastfreundlich sind die beiden Mädels
  • Sie führen uns durch ihr kleines Museum im Hotel
  • Eine Originalwaffe aus dem zweiten Weltkrieg
  • Wir lernen Lenin und Stalin kennen
  • Auf einer Karte ist der Schlachtplan von Admiral Paulus von der sechsten Armee
  • usw…
  • War sehr nett von den beiden und sehr interessant
  • Sie empfiehlt uns ein anderes Hotel, ruft dort sogar an, und die haben ein Zimmer frei
  • Als wir auf die Uhr schauen, merken wir, dass wir jetzt weiter im Westen sind und 1 Stunde geschenkt bekommen haben – danke
  • Wir ziehen uns wieder an, starten die Motorräder und fahren weiter durch die Stadt
  • Wir finden das Hotel fast auf Anhieb und checken ein
  • Leider können wir nur zwei Nächte bleiben, danach ist komplett ausgebucht
  • Nun das übliche, duschen, umziehen, essen gehen
  • Wir essen im hoteleigenen Restaurant
  • Speisekarten auf Russisch, wie überall 
  • Wir haben bestimmt 15 Minuten mit Google Übersetzer und mit der Bedienung es irgendwann mal geschafft, das Essen zu bestellen
  • Und das Essen war dann aber auch sehr lecker
  • Nach dem Essen sind wir noch in den Supermarkt gelaufen, Nachtisch holen
  • Der Kassierer spricht uns auf Englisch an, was wir in dieser Stadt machen wollen
  • Sightseeing
  • Daraufhin fragte er, ob er uns einige Sachen auf Google Maps zeigen darf
  • So bekamen wir einige wertvolle Tipps von Nikita
  • Er meinte auch, dass der Spritmangel nur den Süden Russlands betrifft
  • Super, netter Typ mit perfektem Englisch – den zu treffen hatte einen Sinn
  • Wir gehen zurück ins Hotel und arbeiten ein bisschen

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