so luxuriös haben wir schon lange nicht mehr geschlafen, und gut
Wir gehen zum großen Frühstücksbuffet, fast wie in Europa, außer dass die Schweinshaxe fehlt
Das Buffet ist mehr als ausreichend und auch sehr gut
Seit vielen Tagen trinke ich zum ersten Mal wieder einen guten Kaffee/Cappuccino
Wir beraten während dem Frühstücken, wie wir weiter vorgehen
GPS hat gestern in der großen Stadt Machatschkala funktioniert
Aber wie sieht es mit Stalingrad, Jekaterinburg, Kasan, Moskau, Sankt Petersburg… aus?
Stalingrad wäre die nächste größere Stadt, die wir uns anschauen wollen
800 km entfernt – dort wären wir in circa drei Tagen
Das ist unser nächstes Ziel, und dann mal schauen, ob GPS funktioniert
Falls das dort nicht funktioniert, werden wir auch nicht nach Jekaterinburg bzw. Sibirien fahren
Das macht dann keinen Sinn, da fährt man nur blind durch die Gegend
Der Spritmangel tangiert uns nicht wirklich – wir tanken immer voll, sobald eine Tankstelle kommt
Zudem habe ich noch meinen 5 l Reservesprit
Mein russischer Kamerad aus Moskau schreibt mir, dass es zwischen Moskau und Perm keine Probleme mit Benzin gibt
Gut…
Nach dem Frühstück waschen wir unsere Wäsche in der Dusche
Man hätte auch alles dem Hotel geben können, ein T-Shirt 3,50 €, ein paar Socken, 2€…
Für das Geld hätten wir alles wegschmeißen und uns neue Sachen kaufen können
1 Stunde lang suche ich meine Wäscheleine und finde sie nicht
Und ich bin mir so sicher, dass ich sie eingepackt habe
Unsere Spanner und Rätschen spannen wir zwischen den Motorrädern und hängen dort alles auf
Louis macht Mittagsschlaf und ich lese ein bisschen Fake-News aus Deutschland
Anschließend gehen wir zum Strand und legen uns die Sonne, und baden einmal im Meer
Baden im kaspischen Meer macht man nicht jeden Tag
Das Wasser ist warm und so gut wie nicht salzig
Der Strand ist total übersät mit Muscheln, man sieht kaum noch den Sand
Am Strand ist nicht viel los – es gibt Frauen, die sind im Bikini oder Badeanzug, dann gibt es aber welche, die mit Kutten ins Wasser gehen
Nach dem Meer hängen wir die Wäsche ab, sie ist trocken
Louis recherchiert wegen Kasachstan, Tadschikistan, Usbekistan…
Ich gehe eine halbe Stunde ins Fitnessstudio
Nach dem Duschen laufen wir in die Stadt und suchen ein Restaurant
Schon beim dritten Restaurant ist Louis zufrieden
Die Speisekarte zu lesen gestaltet sich immer äußerst schwierig
Wenn wir Glück haben, gibt es einen QR-Code auf der Speisekarte und wir können anhand der Bilder bestellen
Louis hatte zwei große Cevapcici mit wilden Kartoffeln, der Name des Gerichts war unaussprechbar, und Käsekuchen zum Nachtisch
Ich hatte Lammkoteletts mit Champignons
Das Essen war super lecker
Das Lamm war fast so gut wie bei meinem entfernten Bekannten aus Wiesbaden
Auf dem Rückweg ist Louis noch in den Supermarkt
An der Nusstheke konnte man sich eine Nussmischung selber zusammenstellen
Louis schaufelte fünf verschiedene Sorten von Nüssen in eine Tüte, die dann an der Kasse gewogen wird
Die Kassiererin war total überfordert, da man jede einzelne Nusstorte separat hätte wiegen sollen
Sie nahm die Tüte, ging mit der Nussmischung zu den Nüssen zurück und sortierte jede einzelne Nuss mit der Hand wieder raus und warf sie in die entsprechenden Boxen
Das war wohl nicht deutsche Korrektheit… äh tschetschenische!
…
Louis nahm anschließend eine schon fertig gemischte Packung Nüsse, die halt nicht ganz nach seinem Geschmack war
Wir gehen nach Hause und googeln unsere Strecke für morgen
Auf unserem Weg gibt es so gut wie keine Hotels, zumindest laut google Maps
Vielleicht läuft es dann auf Wildcampen hinaus
Anschließend entspannen wir noch ein wenig in unserem Luxushotel
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