09.08.2026

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  • um 6:30 Uhr mache ich meinen Kaffee und setze mich an den Laptop
  • Wir müssen ein bisschen umplanen
  • Da ich hier in Murmansk auf jeden Fall den nuklearbetriebenen Eisbrecher „Lenin“ sehen will, müssen wir das heute vorziehen
  • Montag und Dienstag hat er geschlossen
  • Jetzt müssen wir noch unsere Maschinen ausziehen 
  • Den Eisbrecher wollen wir als erstes anschauen und danach auf Tour gehen
  • Wir haben das Gefühl, je nördlicher wir fahren, desto unfreundlicher und reservierter werden die Russen
  • Aber vielleicht ist es auch nur ihr Gesichtsausdruck
  • Ich nehme meine Koffer vom Motorrad und trage sie um das Hotel herum in unser Zimmer rein – diese sind sehr schwer
  • Als ich kurz vor der Hoteltüre stehe, rennt der grimmigste Hotelrusse zur Türe und hält sie mir auf
  • Oh, wie nett…
  • Ich bedanke mich auf Russisch
  • Ok… ist vielleicht doch nur der Gesichtsausdruck
  • Beim nächsten Koffer das gleiche, er hält mir wieder die Türe auf
  • Trotz Gesicht, sehr nett
  • Wir fahren los, es ist ungewohnt, die Motorräder sind jetzt höher, und leichter
  • Wir machen eine kleine Stadtrundfahrt durch Murmansk und 4 km später sind wir am Hafen
  • Wir wissen nicht, wo wir Eintrittskarten kaufen können und laufen mal mit der Menge auf die Lenin
  • Auf dem Schiff erfahren wir, dass wir die Karten online hätten kaufen sollen, denn diese Führung ist ausverkauft
  • War ja klar… – aber online können wir halt ohne Kreditkarten nichts bezahlen, wie oft denn noch!
  • Die freundliche Russin, sie hat mal Deutsch studiert, fragt ihren Chef
  • Der Kollege hat ein Einsehen, verkauft uns zwei Eintrittskarten und wir dürfen die russische Führung mitmachen
  • Das freut uns sehr
  • Zum Glück ist die Führung nicht auf Chinesisch, sonst würden wir gar nichts verstehen
  • Das Schiff ist mit zwei Atomreaktoren angetrieben
  • Der Führer konnte sogar ein wenig Englisch, und wir ihm dann ein paar Fragen stellen
  • Es hatte sogar eine Krankenstation an Bord
  • Ein Mädchen spricht mich an, ob ich Deutscher bin
  • Sie hat drei Jahre Deutsch gelernt, jetzt aber nur noch Englisch
  • Kurzer Plausch – war nett
  • Wir schwitzen – auf dem Schiff ist es warm 
  • Gott sei Dank haben wir Thermoklamotten angezogen
  • Wir dachten, auf dem Eisbrecher ist es eiskalt
  • Insgesamt war die Führung echt klasse, wir haben viel gesehen und Eindrücke bekommen, wie die früher auf dem Schiff gehaust haben
  • Vor dem Hafen ist ein Fischimbiss
  • Die Speisekarte sogar auf Englisch
  • Ich bestelle zwei Fischteile auf Englisch, aber der Verkäufer versteht gar nichts – aber Hauptsache die Speisekarte ist auf Englisch
  • Hinter mir steht ein Russe, der in der Schweiz studiert hat, er bestellt für uns
  • Gerade unsere beiden Fischteile sind ausverkauft
  • Der Russe empfiehlt uns Fischzunge, wegen dem ist er auch hier
  • Er bestellt für uns, und es ist wirklich sehr lecker
  • Wir fahren wieder durch Murmansk und müssen ca. 110 km zu unserem ersten Ziel
  • Das GPS fällt aus und wir irren erst mal in der Stadt umher
  • Dann geht es plötzlich wieder und wir müssen umdrehen
  • In Kola biegen wir ab Richtung Kola-Halbinsel
  • Die Straßen sind gut geteert, allerdings nicht immer eben
  • Wir passen uns der Geschwindigkeit von einigen Autos an – 120/130 km/h
  • Es wird hügelig, und es gibt auch Kurven, es macht Spaß zu fahren
  • So heizen wir auf die Kola-Halbinsel Richtung Teriberka
  • Manchmal fängt es ein bisschen an zu nieseln, dann ist es wieder trocken
  • Aber immer so um die 15° und ein eiskalter Wind
  • Aber dank Thermoklamotten und Griffheizung sehr gemütlich
  • Die Gegend des traumhaft schön
  • Nach gut einer Stunde kommen wir in Teriberka auf dem Schiffsfriedhof an
  • Sehr interessant
  • 20 Minuten später steigen wir auf und fahren weiter Richtung Wasserfall
  • Der letzte Kilometer geht über Schotter und Steine
  • Wir parken und essen eine Kleinigkeit
  • Dann laufen wir am Kassenhäuschen rechts vorbei, einigen anderen hinterher
  • Ich glaube, das ist der schwäbische Weg, da kostet es nichts
  • Die anderen stehen links an der Kasse an
  • Wir laufen an einer verrotteten Hütte vorbei und im Hintergrund steht ein Dampfer auf der Barentssee 
  • Völlig erstaunt finden wir plötzlich zwischen Steinen eine Franziskaner Bierbüchse – dann muss es wohl schon vor uns Deutsche hier auf der Kola-Halbinsel gegeben haben
  • Die Steine an diesem Strand sehen aus wie Dinosauriereier
  • Der Wasserfall wäre noch über einen Kilometer weg, das wollen wir uns nicht antun
  • Wir laufen zu unseren Schnabeltieren zurück und fahren zum letzten Programmpunkt
  • 11 km, die letzten 8 km Offroad
  • Festgefahrener Schotter, dicke Steine und Schlaglöcher ohne Ende
  • Maximal 30 km/h, mehr geht nicht – und selbst da tut es Schläge
  • Ist nicht schön zu fahren
  • Wenn die Schlaglöcher nicht wären, könnte man wenigstens schnell drüber heizen
  • Aber es macht nicht viel Spaß
  • Nach guten 5 km kommt ein Aussichtspunkt – wir beschließen, nicht weiter zu fahren
  • Wir machen Bilder, drehen um und dann geht’s die Schlaglochpiste wieder zurück
  • Endlich wieder festen Boden unter den Reifen nehmen wir unsere Rückfahrt nach Murmansk auf
  • Ich weiß noch von der Hinfahrt, dass mitten im nirgendwo ein modernes Café hin gebaut war
  • Da wollen wir Pause machen und einen Kaffee trinken
  • Die Rückfahrt macht wieder Spaß
  • Wahnsinnig schöne Landschaft, grün, und manchmal kann man kilometerweit sehen
  • Nach einer Stunde kommt das Café, wir fahren raus
  • Heute Morgen war hier noch einiges los, jetzt nicht mehr
  • Dann das Schild, offen von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Ich schau auf die Uhr… 17:30 Uhr
  • Oh man, ich hatte mich so auf einen Kaffee gefreut
  • Dann fahren wir halt nach Murmansk in unser Hotel
  • Wir fahren die letzte 40 Minuten wieder ziemlich schnell
  • Ab und zu kommen Autos, die werden überholt
  • Kurz vor Murmansk fällt das GPS erneut aus
  • Wir kommen wieder auf die große Umgehungsstraße von Murmansk, da bin ich gestern auch lang gefahren
  • Ich bin mir sicher, ich finde den Weg auch ohne Navi
  • Wir nehmen die richtige Abzweigung von der Umgehungsstraße in die Stadt und tanken erst mal
  • Das erste Mal seit langem, dass man tanken kann und danach erst bezahlen muss
  • Wir tanken beide voll, bezahlen und machen uns auf den restlichen Weg zum Hotel
  • Das GPS funktioniert wieder
  • Wir finden problemlos zum Hotel
  • Es fängt an zu nieseln, aber wir schaffen es noch nach Hause, ohne durchnässt zu sein
  • Wir ruhen uns aus, bevor wir essen gehen
  • Ich mache mir meinen wohlverdienten Kaffee
  • Nachdem Louis ausgeschlafen hat, gehen wir wieder ins gleiche Restaurant von gestern
  • Die gleiche Bedienung von gestern empfängt uns und erkennt uns im zweiten Anlauf wieder
  • Nach der Bestellung kommt sie noch mal an den Tisch und fragt ein bisschen geniert, ob wir aus Deutschland kommen
  • Sie hätte es an unserem Akzent erkannt
  • Dann hat sie sich sehr gefreut
  • Das Essen ist wieder sehr lecker
  • Louis hat Schweinefleisch mit Kartoffeln und ich verschiedenen Fisch mit Kartoffeln
  • Wir bezahlen und verabschieden uns dann von ihr – denn morgen Abend ist sie nicht mehr hier
  • Wir gehen noch in den Supermarkt und kaufen ein
  • Anschließend laufen wir zum Hotel zurück und arbeiten am Rechner

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