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05.08.2026
- 7:30 Uhr Kaffee geholt und gemütlich getrunken
- Ich schreibe noch ein paar Hotels in Petrosawodsk an, dort wäre auch der Campingplatz
- Es soll nämlich heute Nacht regnen
- Louis steht um 8:00 Uhr auf, wir gehen Eier essen
- Danach laufen wir direkt zum Bäcker, ein paar süße Stückchen essen
- Wir brauchen mal was anderes, als das feudale Frühstück im Hotel
- Das Bernsteinzimmer ist circa 30 km entfernt, da wollen wir noch hin
- Morgens fahren hier die Kehrmaschinen durch die Straßen, auch die Gehwege werden geputzt
- Alles ist sehr sauber
- Wir packen, verabschieden uns vom Zimmer und der Hotelfrau
- Um 10:00 Uhr geht’s los durch Sankt Petersburg
- Wir fahren wieder über die Stadtautobahn und an die Mautstelle – diesmal klappt es besser als vor drei Tagen
- Wir kommen relativ zügig am Katharinenpalast an
- Wir stehen 20 Minuten in der Schlange für die Eintrittskarten
- Die früheste Führung ist leider erst um 12:45 Uhr – wir müssen 1:30 im Katharinenpark verbringen
- Somit verschiebt sich unsere Ankunftszeit am Campingplatz ziemlich weit nach hinten
- Wir googeln nach Alternativen
- Louis findet was zum Wildcampen am See
- Das ist 1 Stunde kürzer und eine Alternative – allerdings soll es ja heute Nacht regnen
- Wir laufen im Katharinenpark rum, der ist sehr groß
- Einige Gebäude und ein paar Seen gibt es
- Ab 12:30 stellen wir uns an dem Palastgebäude an
- Wir kommen zügig rein, müssen vorher noch Überzieher für die Schuhe anziehen und schauen uns das Ganze an
- Natürlich alles wieder Prunk und Protz
- Alle Räume vergoldet, bis auf das Bernsteinzimmer
- Es hat sehr viele Räume und sehr viele Leute
- Wir gehen zügig durch, reicht vollkommen – wir brauchen nicht von jedem Stein die Geschichte wissen
- Manchmal frage ich mich wirklich, ob ich sowas sehen muss
- Und vor allem, ob ich für sowas bezahlen muss
- Das Ganze kostet ein riesiges Vermögen und hat einen immensen Wert
- Und höchstwahrscheinlich erbaut von Sklaven
- Genauso im Januar in Rom, ich war im Vatikan
- Alles stinkt nach Macht und Gier und Geld, und am Ausgang vom Vatikan schlafen die Penner auf den Treppen
- Irgendwas läuft doch hier falsch auf dieser Welt!?!
- …
- Gegen 13:30 Uhr kommen wir los und starten wieder durch Sankt Petersburg Richtung Norden
- Die Straßen sind nicht mehr ganz so eintönig wie von Stalingrad bis Moskau
- Wir fahren viel durch Wald und fühlen ein bisschen Finnland
- Kurz vor 15:00 tanken wir und machen eine Kaffeepause
- Wir werden wieder von ein paar Russen angesprochen
- Einer von denen zeigt uns auf Google Maps eine wunderschöne Gegend in Karelien
- Ein Hotel hat zurück geschrieben, ein Zimmer wäre frei – wir buchen
- Nun müssen wir 1 Stunde länger fahren, als zu dem Wildcampen
- Je nördlicher wir kommen, desto weniger Verkehr ist unterwegs – und es wird kälter
- Die Straßen sind sehr gut, und je länger wir fahren, desto besser können wir überholen
- 90 km/h ist erlaubt, die meisten fahren zwischen 120 und 130 – auch die LKW‘s fahren um die 100
- 1060 km vor Murmansk beginnt die Region Karelien
- Die Temperaturen pendeln sich bei 18° ein – es ist bewölkt und frisch
- In Karelien beginnt es auch, dass man wieder vor Rentieren gewarnt wird
- Es kommen uns auch immer mehr Motorradfahrer entgegen
- Wir fahren die Hauptverkehrsader von Karelien von Süden nach Norden – mit sehr guten Belag
- Wenn es Kreuzungen gibt, verlaufen die Straßen nach rechts oder links hauptsächlich im Schotter weiter
- Es stehen auch immer wieder Leute am Straßenrand und verkaufen Obst oder Gemüse oder Gewürze
- 50 Minuten vor unserem Hotel tanken wir noch mal
- Tankstellen gibt es hier genügend, und eigentlich alle haben Sprit
- Anhand von unserem Verbrauch errechnen wir, wie viel Liter wir vorab kaufen müssen
- Passt perfekt
- Wir geben die letzte knappe Stunde noch mal richtig Gas
- Dann kommen wir in den Ort Petrozawodsk und die Bahnschranken gehen vor uns runter
- Ein langer Güterzug fährt vorbei
- Wir fahren weiter durch die Stadt und plötzlich fangen die Autos an zu bremsen und schleichen vor sich hin
- Ein Auffahrunfall
- Und natürlich müssen die Autofahrer langsam tun, damit sie alles von dem Ereignis sehen – evtl. sogar noch Bilder machen
- Ist in Deutschland nicht anders, und wahrscheinlich genauso überall auf der Welt
- Ich hab noch schnell meine Kamera eingeschaltet, ich schau mir das nachher in Ruhe an
- …
- Anschließend führt uns Google Maps direkt zum Hotel
- Die Dame wartet schon, wir checken ein
- Kleines Zimmer, sauber, mit Dusche und Bad – mehr brauchen wir nicht
- Wir duschen und gehen zum Restaurant
- Auf dem Weg dorthin sehen wir einen Laden mit Tupperware
- Das gibt es tatsächlich auch in Russland
- Die Preise im Restaurant sind extrem günstig
- Der Kellner führt uns an einen Tisch und fragt, wo wir herkommen
- Als er „Deutschland“ hört, ist er sehr erstaunt
- Wahrscheinlich sind wir wieder seit langem die einzigen Touristen aus Deutschland hier in diesem Ort
- Die Speisekarte zu lesen ist auch hier nicht möglich – Google Übersetzer hilft uns
- Aber langsam nervt es, ich habe schon keine Lust mehr, mir ein Essen rauszusuchen
- Kostet einfach zu viel Zeit und Nerven
- Am besten einfach drauf tippen und schauen, was kommt
- Aber wir essen richtig gut und extrem günstig
- Auf dem Rückweg gehen wir noch in den Supermarkt vorbei – Kleinigkeiten für morgen
- Hauptsächlich auch Milch
- Frühstück gibt es morgen keins, und Kaffee ebenfalls nicht
- Einen Bäcker haben wir auch nicht gefunden
- Somit werde ich mir morgen früh meinen Kaffee mit deutschem Pulver von Hand aufbrühen
- Ich ziehe noch meine Bilder auf den Laptop und Louis macht noch irgendwas mit Instagram oder YouTube
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