04.08.2026

Verfasst von

in

  • heute ist unser letzter kompletter Tag in Leningrad
  • Ab morgen wollen wir über vier Tage nach Murmansk fahren – über vier Tage ist dann stressfrei und ohne Kilometer zu schrubben
  • Hotels auf diesem Wege sind sehr rar gesät
  • Dafür gibt es zwei Campingplätze, die ideal auf unserem Weg für die nächsten zwei Nächte liegen
  • Für die dritte Nacht habe ich direkt am Weißen Meer ein Hotel gefunden, gebucht und gestern Abend noch die Bestätigung erhalten – danke dir, lieber Onkel
  • In Murmansk habe ich gestern Abend auch noch einige Hotels angeschrieben
  • Heute Morgen hat mir ein Hotel zurückgeschrieben, die Buchung für drei Nächte ist bestätigt
  • Somit haben wir auch dort zwei volle Tage, um uns dort um zu sehen
  • Gegen 1:00 Uhr bin ich ins Bett und hab bis 8:00 Uhr durchgeschlafen
  • Um mein Leben nicht zu verschlafen bin ich aufgestanden, habe mir wieder einen Kaffee geholt und bin zurück aufs Zimmer
  • Der Kleine schläft noch
  • Zum Frühstück bestellen wir wieder einmal Rührei und einmal Omelette, und teilen es brüderlich
  • Ansonsten gibt es wie gestern Toastbrot, aber ohne Toaster, Butter, Käse und Wurst
  • Wir machen Kassensturz und planen geldmäßig die nächsten Tage
  • Wir werden heute noch mal 1100 € umtauschen – das müsste dann bis Norwegen reichen
  • Louis plant die heutige Tour
  • Die Wechselstube liegt mittendrin – somit werde ich mit reichlich Geld durch Sankt Petersburg laufen 
  • An der Barentssee hat Louis einen Schiffsfriedhof und Sehenswürdigkeiten mit abgeschliffen Steinen entdeckt
  • Dies liegt 140 km nordöstlich von Murmansk, mitten im nirgendwo
  • Laut Google Maps sind die letzten 20 km auf Schotter – wir wollen noch ein bisschen offroad fahren
  • Ich frage per Mail im Hotel in Murmansk nach einer vierten Nacht an
  • Gegen 11:00 Uhr laufen wir zur U-Bahn-Station und kaufen uns wieder vier Fahrmünzen
  • Die Fahrt mit Umsteigen verläuft wieder einwandfrei
  • Als erstes laufen wir zum Schlachtschiff Aurora
  • Punkt 12:00 Uhr macht es zwei Kanonenschläge – ist normal um diese Uhrzeit in Sankt Petersburg
  • Auf dem Weg dorthin laufen wir an einer Moschee vorbei
  • Louis eSIM und der VPN funktionieren, ich kann meine Mails abrufen
  • Das Hotel in Murmansk hat zurückgeschrieben, wir können die vierte Nacht bleiben, müssen nur das Zimmer wechseln
  • Alles klar, passt für uns
  • Wir sind am Hafen und beim Aurora Schlachtschiff und machen Bilder
  • Anschließend laufen wir wieder über die Trotzki-Brücke, über das Marsfeld und dann zu der netten Bäckerin von gestern
  • Es gibt wieder Brezel und Cappuccino
  • Danach gehen wir die berühmte Einkaufsstraße „Nevsky Ave“ entlang
  • Wir biegen rechts ab in eine Nebenstraße und stehen dann direkt vor dem Eremitage
  • Ein schönes, großes Bauwerk – Wir schauen uns das erst mal von außen an
  • Der Eintritt kostet 33 €! 33 € pro Person!!!
  • Da wir sehr kunstinteressiert sind und alle Kunstausstellungen in Tokio, London, New York und Melbourne schon gesehen haben, entscheiden wir, dass das unter unserem Niveau ist und laufen weiter
  • Wir suchen die nächste U-Bahn-Station und wollen zum Gazprom-Stadion von Zenit Sankt Petersburg
  • Als Groundhopper fehlt mir dieses Stadion noch
  • Wir stehen am Bahnsteig, die Bahn ist vor uns rausgefahren
  • Ich weiß nicht, ob es hier überhaupt Fahrpläne gibt – aber wird eigentlich auch nicht benötigt, denn innerhalb von 3 Minuten kommt schon die nächste Bahn
  • Auf dem Weg zum Stadion kommen wir an Tripsdrill vorbei
  • Wir laufen durch den Park – s‘Kind will unbedingt Achterbahn fahren
  • Ok, wir kaufen zwei Karten
  • Die Bahn sieht echt wild aus
  • Drei Loopings und mehrere Schrauben
  • Es geht los und die Fahrt ist genial – wir sind dermaßen begeistert
  • Wir sind im Europa-Park schon mehrmals alle Achterbahnen gefahren, und diese hier ist auch Champions League
  • Jetzt will der Vater noch mal fahren
  • Wir kaufen noch mal zwei Karten und genießen die wilde Fahrt erneut
  • Das war’s das aber, wir sollten weiter
  • Wir nehmen die knapp 2 km zum Stadion in Angriff
  • Von außen sieht die Arena gut aus, innen wird wahrscheinlich auch ein Rasen sein
  • Leider ist alles zu, man kann nichts besichtigen
  • Vor dem Stadion steht eine Statue des sowjetischen Staats- und Parteiführers Sergei Kirow
  • Wir laufen um das Stadion herum und steigen an der U-Bahn-Station Zenit ein und fahren eine Station zum Lakhta-Center
  • Der Lakhta-Center ist 462 m hoch und das höchste Gebäude in Russland und ganz Europa
  • Heute Morgen stand im Internet, dass wir Eintrittskarten nur online kaufen können
  • Ohne Kreditkarte geht das bei uns halt schlecht
  • Wir hoffen, dass wir vielleicht vor Ort noch Karten kaufen können
  • Wir laufen wieder knapp 2 km dorthin
  • Bis jetzt haben wir bestimmt schon über 10 km in den Beinen
  • Am Center angekommen müssen wir wieder durch Sicherheitskontrollen wie auf dem Flughafen
  • Am Infoschalter erfahren wir, dass heute ausverkauft ist – sehr schade
  • Wir können einen Stock hoch und ein bisschen dumm rum gucken – das können wir
  • Danach gehen wir wieder zurück und 500 m weiter ist ein Biker-Restaurant
  • Da setzen wir uns rein und essen
  • Sitzen tut so gut – ich hoffe, wir kommen nachher wieder hoch
  • Nach dem Essen fällt es uns wirklich sehr schwer, wieder aufzustehen
  • Wir haben jetzt 2,4 km bis zur Wechselstube
  • Der Marsch beginnt und endet an keiner Wechselstube
  • Ich frage im Laden daneben nach – die Wechselstube hat seit Monaten zu
  • Sie hilft uns eine Bank zu finden – ein paar hundert Meter weiter ist eine, sie hat bis 19:00 Uhr offen
  • Es ist kurz nach 18:30 Uhr
  • Wir versuchen das im Dauerlauf, die Beine machen aber nicht mehr mit
  • Gegen 18:45 Uhr kommen wir an der Bank an, die Türe ist zu, aber Kunden sind drin
  • Wir rütteln an der Türe, eine Kassiererin gibt ins Zeichen „geschlossen“
  • Wir sehen ein Schild, geschlossen seit 18:30 Uhr – sch…
  • Wir benötigen dringend Geld, das jetzige reicht nicht bis Murmansk
  • Und die nächsten vier Tage sind wir in der Pampa
  • Louis googelt wieder und findet in 800 m die nächste Bank – in der Hoffnung, die hat auf
  • Ansonsten müssen wir morgen unterwegs noch hier in Leningrad an einer Bank halten
  • Wir ziehen frustriert 800 m weiter
  • Wir sehen die Bank, die Türe geht auf, und es gibt eine Kasse
  • Ich gehe lächelnd zur Kasse, freue mich, dass offen ist, und der Lockenkopf dahinter lächelt zurück
  • Ich gebe ihr 1100 € und signalisiere einen Tausch
  • Sie erkennt mein Signal und nimmt mein Geld entgegen
  • Puh… ich glaube, wir kommen ins Geschäft
  • Sie lässt das Geld durch den Zähler… 1100 € – ja, passt perfekt
  • Dann wird wieder jeder Schein per Auge gescannt – 50 € bekomme ich zurück, angeblich ein Kaffeefleck drauf
  • Hm…
  • Bis auf den letzten Schein sind per Augenscan die restlichen alle gut
  • Sie gibt mir den letzten 100er auch zurück – ich kann nichts erkennen
  • Muss wohl ein Fleck auf ihrer Linse sein
  • Dann wird noch mal jeder Schein durch einen Automat vorne und hinten gescannt
  • Noch mal fällt ein 100er durch
  • Oh man…
  • 850 € bleiben übrig
  • Sie kopiert meinen Reisepass und gibt mir die entsprechenden Rubel zu einem sehr guten Kurs von 93,5
  • Der gute Kurs macht halt die fehlenden 250 € nicht wett
  • Aber jetzt haben wir erstmal wieder genügend Geld, was die Tage bis und in Murmansk reichen
  • Jetzt 500 m zurück zur nächsten U-Bahn-Station
  • Wir sind platt und unsere Füße tun weh
  • U-Bahn klappt, zweimal umsteigen und ohne zu verfahren
  • Wir steigen in Narvskaja, unsere Ausgangsstation aus
  • Auf den letzten Kilometer zurück zum Hotel gehen wir noch in den Supermarkt und kaufen Nudeln mit Tomatensoße
  • Wenn der Plan morgen klappt, sind wir morgen Abend auf einem Campingplatz und kochen selber
  • Auf dem Weg dorthin wollen wir noch das Bernsteinzimmer anschauen, denn das liegt 25 km außerhalb von Sankt Petersburg
  • Im Hotelzimmer angekommen. sehen wir den Berg noch nicht zusammengelegter Wäsche
  • Puh… auch das noch
  • Wir duschen und legen danach den Berg zusammen
  • Wir sind echt platt und liegen nur faul herum
  • Ich muss noch die Bilder vom Handy auf den Rechner ziehen, der Bericht ist schon fertig

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert