Seit 7:00 Uhr bin ich schon wach und trinke den hauseigenen Kaffee
Ich plane unseren heutigen Tag
Wir wollen zum Stalin-Bunker, Kreml, evtl. Mediacenter, dann zum Ostankino-Tower, von dem wir einen Überblick über ganz Moskau haben und anschließend irgendwie zurück zum Hotel
Für den Turm benötigen wir unsere Reisepässe
Ich schaue mir die U-Bahnverbindungen über ChatGPT an und fotografiere alles ab
Gegen 11:00 gehen wir los ins zweite Abenteuer Moskau
Wir laufen zur U-Bahn, die finden wir auf Anhieb
Wir steigen ein, wieder aus, steigen um, und steigen dann wieder aus
Hat wunderbar geklappt, dank ChatGPT
Jetzt noch 5 Minuten zum Bunker laufen
Im zweiten Anlauf haben wir den Bunker erreicht
Wir kommen rein, und es beginnt gerade eine Führung, wir schließen uns an
Wir zahlen einen horrenden Preis für den Eintritt und den Audioguide in Englisch
Nach ein paar Meter fatzt mir schon das Kabel vom Kopfhörer – stabile Sache
Louis gibt mir sein linkes Ohr
Wir laufen 18 Stockwerke nach unten
Wir gehen dem Führer und den restlichen Russen hinterher
Er spricht laut und deutlich, halt auf Russisch
Wir schauen einige Räume an, und hören dem Audioguide auf Englisch zu
Immer wieder machen die Leute Bilder
Dann mache ich auch mal in einem Raum ein Bild von einem Modell der Bunkeranlage
Gerade in diesem Raum darf man nicht fotografieren, ich werde angeschnauzt
Hm…
Die Bunkeranlage war ganz interessant – interessanter wäre es gewesen, wenn man was verstanden hätte
Nach der Führung gehen wir noch auf‘s Klo und stehen anschließend alleine da
Wir fragen nach dem Ausgang, und sie schickt uns wieder die Treppen hoch
Gibt es hier keinen Aufzug?
Wir laufen die 18 Stockwerke nach oben
Als wir oben sind, laufen wir am Aufzug vorbei – danke für den Tipp
Wir gehen raus, zum Fluss runter und laufen am Neckar von Moskau zum Mediencenter, 2 km
Der virtuelle Flug über Moskau ist leider ausgebucht, bzw. um 18:00 Uhr wäre die nächste Vorführung
Wir entscheiden uns für eine andere Aufführung, einen 360° -Kinofilm über die Kola-Halbinsel, Sibirien und Kamtschatka
Russland ist ein wunderschönes Land
Leider viel zu groß, um alles in einem Leben zu erkunden
…
Hier in diesem Park, welcher 2018 gebaut wurde, auch wo das Mediencenter jetzt steht, stand damals das Hotel Rossia
Das nächste Ziel ist der Kreml – wir nehmen unsere Füße in die Hand und laufen los
Im Gegensatz zu gestern ist heute viel mehr Menschenmenge unterwegs
Wir laufen wieder über den Roten Platz, bleiben vor dem Mausoleum von Lenin stehen
Gestern war eine lange Schlange, da wollten sie ihn alle sehen, heute ist hier gar nichts mehr los – es interessiert niemanden mehr
Wahrscheinlich ist er heute Nacht gestorben
Wir gehen weiter in den Park Richtung Kasse und laufen wieder an den beiden Eingefrorenen vorbei
Die Kasse ist ein Stückchen dahinter, ohne Schlange
Wir kaufen zwei Karten, gehen zum Eingang und sind plötzlich mitten im Kreml
Wir sehen die Rüstkammer, einige der Kathedralen, Paläste und die Museen
Um 16:00 Uhr haben wir schon drei von vier Programmpunkten abgehakt
Wir gehen zur U-Bahn-Station Bibliothek, wie uns das ChatGPT heute Morgen gesagt hat – das nächste Ziel ist der Tower
Dann sind wir ein wenig überfordert – zu viele U-Bahn-Möglichkeiten
Um‘s Eck ist ein Infoschalter, wir fragen die Dame – die zuckt nur mit den Schultern
Keine Ahnung, nix verstehen – Jaja, nix verstehen WOLLEN!
Toll, für sowas bist du eigentlich da!
Wir stehen da wie bestellt und nicht abgeholt
Ich suche nach was Jungem, die können eher Englisch
Eine junge Frau läuft vorbei, ich spreche sie an, und sie kann tatsächlich Englisch
Zufälligerweise haben wir auch noch den gleichen Weg – kommt einfach mit, meint sie
Dann hilft sie uns noch beim Fahrkartenkaufen – die von gestern hatten wir jetzt aufgebraucht
Wir fahren eine Station und müssen noch umsteigen
Dort geht es dann hoch und runter, nach links und nach rechts
Ob wir das alleine gefunden hätten?
Wir steigen in die Anschlussbahn und fahren fünf Stationen
Die Frau recherchiert und sagt uns noch, welchen von den fünf U-Bahn-Ausgängen wir nehmen müssen, um zum Turm zu gelangen
Super Service, wir bedanken uns herzlich
Wir steigen aus, nehmen Ausgang Nummer 2 und sehen von weitem schon den Turm
Wir laufen 20 Minuten hin
Am Eingang wird man wie am Flughafen kontrolliert
Erst danach kommt man zur Kasse
Die Kassiererin erklärt uns, dass die Kasse für Barzahlung einen technischen Defekt hat und es mindestens 30 Minuten dauert
Uff…
Ich gehe zu einem Halb-Chinesen, der mir vorhin schon auf Englisch geholfen hat und frage ihn, ob er unsere Karten mit seiner Kreditkarte kaufen würde – ich gebe ihm das Geld in bar
Ja, klappt auch wunderbar
Die Eintrittskarten müssen personalisiert werden, welche dann mit dem Reisepass abgeglichen werden
Wir bekommen unsere Eintrittskarten und laufen die 200 m zum Eingang
Dort müssen wir wieder durch eine Kontrolle wie am Flughafen – und die Reisepässe werden abgeglichen
Dann kommen wir zum Aufzug und fahren 337 m nach oben
Mega Ausblick über Moskau
Von oben sieht man, dass die Stadt eigentlich im Wald gebaut ist
Es ist so viel grün in der Innenstadt
Wir bleiben vielleicht 30 Minuten und fahren mit dem Aufzug dann wieder runter
Anschließend geht es 20 Minuten zur U-Bahn
Wir halten uns an ChatGPT, finden die richtige Bahn, fahren neun Stationen und steigen an unserer Haltestelle von heute Morgen wieder aus
Nun sind wir vom Norden Moskaus durch die Innenstadt und bis südlich zwischen dem ersten und zweiten Ring gefahren
Alles hat mit der U-Bahn perfekt geklappt
wir laufen 10 Minuten heim, duschen und gehen danach essen
Ich probiere die russische Spezialität Borschtsch
Borschtsch ist ein herzhafter, tiefroter Gemüse-Fleisch-Eintopf, der vor allem aus Rote Beete, Weißkohl und Rindfleisch besteht
Der Eintopf war ok, obwohl es eher wie Suppe war
Wir kommen gegen 23:00 ins Hotel, wir sind platt – wieder sehr viel gelaufen
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