Anschließend gehen wir über die „Floating Bridge“, welche im Zaryadje-Park steht, von der man aus einen schönen Ausblick auf den Fluss hat, sowie auf eine Residenz, in der man teure Wohnungen kaufen kann
Im Zaryadje-Park stand angeblich mal das Hotel Rossia mit 5000 Betten, in dem wir damals im April 1998 mit dem VfB zum Halbfinale um den Europapokal der Pokalsieger übernachtet hatten
Das Hotel wurde abgerissen, und der Zaryadje-Park gebaut
Wer laufen zum Roten Platz und wollen das Mausoleum von Lenin anschauen – leider ist eine große Menschenschlange davor, das haben wir uns dann nicht angetan
Platz der Exekution, der auf dem Roten Platz steht
Hier kamen früher Menschen hin, die gelogen haben – heute arbeiten die bei der Zeitung oder im Radio
Wir gehen weiter um den Kreml herum Richtung Eingang
100 Meter davor stehen zwei Soldaten stocksteif Wache
Wir kommen gerade zur Wachablösung – 2 Soldaten laufen im Gleichschritt und mit Gewehr zu den beiden Eingefrorenen
Starker Regen kommt, dann hört es wieder auf
Wir laufen zum Eingang und wollen den Kreml von innen sehen – keine Schlange davor, Gott sei Dank
Dann das Schild: „Kreml donnerstags geschlossen“
…
Oh man…!!! Das ist ärgerlich!!! Warum ist heute Donnerstag!?!
…
Ausgerechnet heute!
Okay, morgen ist auch noch ein Tag…
Weiter südlich kommen wir zur Statue des Großfürsten Wladimir mit dem Kreuz und dem Schwert in der Hand
200 Meter entfernt steht eine Bücherei mit bis zu 350 Jahre alten Büchern
Wir machen Pause in einem sehr teuren Kaffee – ist halt mitten in Moskau
danach gehen wir zu dem Dom mit der goldenen Kuppel
Eintritt zum Schwabenpreis – umsonschd, koschd nix
Der Cleverste von uns drei hat lange Hosen an – die anderen beiden müssen leider draußen bleiben
So schaue ich mir gemütlich den Dom von innen an
Als ich rausgehe, sind die beiden Kurzhösler weg
Ich schau mich ein wenig um und höre plötzlich „hey Stuttgarter!“
Wer kennt mich hier mitten in Moskau?
Ich lerne Nikolai aus Paderborn kennen
Er kommt ursprünglich aus Russland, wohnt aber seit 1990 in Paderborn
Bis ist gestern sei er noch mit einer Hose vom SC Paderborn rumgelaufen
„Anfang Oktober sind wir Gegner“ – jaja, wird eine schwierige Saison für uns, meint er
Klim und Louis kommen und wir machen ein Erinnerungsfoto zu viert
Wir verabschieden uns und laufen durch einen Park mit vielen Schachbrettern
Einige Leute spielen auch Schach
Dann kommen wir an Plakaten vorbei, welche Chefs einiger Bezirke in Russland aufzeigen – dazu noch geschichtliche Hintergründe
Dann kommen wir in die Arbat Street, eine 1 km lange, historische Straße im Zentrum Moskaus
Plötzlich ein Platzregen, wir stellen uns unter, direkt vor dem Aeroflot-Gebäude
Mit Aeroflot bin ich damals im April 1998 nach Moskau geflogen – damals war’s kalt, gewonnen haben wir trotzdem
Wir laufen durch die Straße und schauen uns einige Geschäfte an
Eine Bilderreihe mit der Geschichte vom Ende des Krieges ist aufgestellt
Danach gehen wir zur Metro und fahren zwei Stationen bis zum Siegesmuseum
Offiziell ist es das „Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges“
Wir steigen an der tiefsten Untergrundstation in Moskau aus, fahren mit der Rolltreppe hoch und laufen auf einen knapp 142 m hohen Obelisken zu, der vor dem Museum steht
Das Museum ist interessant und berichtet über den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg und über den Krieg gegen die Nazis aus der Ukraine
Im Hintergrund sind die vielen Geschäfts-Hochhäuser im Zentrum Moskaus
Nach dem Museum ist es 15:30 Uhr und wir total kaputt – jetzt sind wir 7 Stunden auf den Beinen, mit Ausnahme der kurzen Pause in dem Café
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so viel gelaufen bin
Mit Ausnahme mein Marathon vor anderthalb Wochen
…
Wir sind weit weg von unserem Hotel
Klim erklärt mir die Möglichkeiten zum Hotel
Zwei Stationen mit der blauen Linie, dann umsteigen, eine Station mit der roten Linie, und dann noch zwei Stationen mit der Orangenen
…
Puh… und in welche Richtungen?
„Dann gibt es noch die Möglichkeit mit dem Uber, das kostet aber…“ – Nehmen wir!!!
Ohne große Diskussion bestellt Klim das Uber und bezahlt online – geht nicht anders
Ich gebe ihm das Geld in bar
Das Uber kommt, wir verabschieden uns und bedanken uns herzlich für die tolle Reiseführung
Hätte nicht besser sein können, als mit einem Einheimischen durch Moskau zu laufen
Das wäre nur mit dem Reiseleiter Bohnet zu toppen gewesen
Der Uberpilot rast mit 90 Sachen durch die Stadt, rechts an den Autos vorbei und links an den Autos vorbei
Dicke Luxuskarossen kreuzen unsere Wege
… und der Uber hält direkt vor unserem Hotel – unbeschadet
wir steigen aus dem Auto, kriechen ins Hotel und legen uns aufs Bett
Wir sind platt – Louis schläft
Zwei Stunden später laufen wir 900 Meter zum Restaurant, Louis hat gegoogelt, gute Rezessionen
Wir gehen rein, ist das ein Inder…!
Jetzt sind wir in Russland und gehen indisch essen
Wenn wir nicht schon 18,93 Kilometer in den Beinen hätten, wir hätten ein anderes Restaurant gesucht
So blieben wir und es hat auch gut geschmeckt
Über den Supermarkt laufen wir nach Hause ins Hotel und ins Bett
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