15.07.2026

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  • Die Nacht war super, nur 12°, wir haben sehr gut geschlafen
  • Heute frühstücken wir zum ersten Mal in diesem Urlaub
  • Ohne Frühstück fährt es sich in der Regel besser, denn man wird nicht gleich hundemüde
  • Aber im Hotelpreis ist Frühstück inbegriffen, und als Schwabe lässt man sich das nicht entgehen
  • Das Frühstück ist genauso, wie ich es von den letzten Jahren in den nicht touristischen Gegenden in der Türkei kenne
  • Auch das 200 ml Wasser in abgepackten Plastikbechern ist inbegriffen
  • Hier ist Plastik noch hoch im Kurs
  • Die Türken haben es gut, sie sind von den Grünen anscheinend noch verschont geblieben
  • Louis macht sich Sorgen um seine Wasserpumpe
  • Er hat jetzt schon die zweite neue Wasserpumpe und der Ausgleichsbehälter ist wieder auf Minimum
  • Er schreibt eine WhatsApp an den Mitarbeiter von BMW Brauneisen
  • Seit Wendlingen ist das Autobahnfahren nun vorbei, jetzt geht es nur noch über die Landstraße durch die Türkei
  • Ok, in Österreich sind wir auch Landstraße gefahren, aber in Slowenien dann wieder auf die Autobahn
  • Das waren dann über 2000 km Autobahn bis hierher
  • Jetzt geht es halt nicht mehr so schnell vorwärts
  • Louis baut sein Zelt auf und stellt das noch in die Sonne, damit die restliche Nässe von Slowenien noch rausgeht
  • Wir packen die Maschinen und fahren gegen 11:10 Uhr los
  • Es geht auf die zweispurige Landstraße, wir können schnell fahren und machen gut Kilometer
  • Dann geht es in die Berge, und wir können mit hoher Geschwindigkeit mal wieder schöne Kurven fahren
  • Ich drücke auf meinem Cardo den Knopf, um mit Louis Kontakt aufzunehmen – besetzt 
  • Nach einer Weile meldet er sich und erzählt, dass der Kollege von Brauneisen über WhatsApp ihn angerufen hat
  • Der niedrige Kühlwasserstand könnte daran liegen, dass beim Wechseln der Wasserpumpe eventuell noch Luft im Kreislauf war
  • Wir sollen mal auf die Mitte auffüllen und beobachten
  • Aber toller Service von BMW Brauneisen!
  • Irgendwann kommt der erste Stau, und es ist kein Grenzau
  • Trotz Frühstück und ohne Kaffee fahren wir 100 km, ohne müde zu werden
  • Louis tankt
  • Ich trinke einen Espresso und dann wieder anziehen, denn schon schreit der Muezin von seinem Turm runter
  • Wir fahren schnell weiter, denn es wird laut
  • Was mich wundert, wir sehen keinerlei Polizei
  • Vor fünf Jahren, als ich mit meinem Bruder durch die Türkei gefahren bin, sind wir gefühlt alle 100 km angehalten worden, Führerschein und Fahrzeugschein
  • Okay, das war auch 2021, während dem Corona-Fake
  • Die Landschaft wird immer schöner, und obwohl es zweispurig ist und wir immer schnell fahren können, ist es was anderes als die 2000 km Autobahn davor
  • Es geht durch die schönen Berge, hoch und runter, links und rechts
  • Gefährlich sind die LKWs, die manchmal schnell rausziehen, und dann wird auch mit 110 km/h überholt
  • Das Wetter ist heiß, 32° und von oben brüllt noch die Sonne
  • Wenn es mit dem Sitzen nicht mehr so klappt, machen wir ein wenig Gymnastik auf dem Motorrad
  • Für 30 Sekunden mal hinstehen, die Beine durchdrücken, die Hüfte kreisen lassen und schon sitzt man wieder besser
  • Wir fahren gut anderthalb Stunden und 150 km, dann fahren wir tanken
  • An der Tanke spricht uns Halid an
  • Halid ist älter als ich, ich schätze ihn auf circa 50, und erzählt, dass er bis vor 30 Jahren in Lüdenscheid gewohnt und gearbeitet hat
  • Er lädt uns beide zu einem Cappuccino ein und es wird ein sehr nettes Gespräch
  • So was liebe ich… in entfernten fremden Ländern Menschen kennenlernen, wie sie leben und was sie so machen, Smaltalk und dann geht’s weiter
  • Kurz vor Samsun machen wir wieder eine Pause, um nach einem Hotel Ausschau zu halten
  • Louis tankt und recherchiert anschließend
  • Wir finden in Samsun, eine halbe Stunde entfernt, etwas, alles andere wäre viel zu weit weg
  • Wir fahren nach Samsun rein und schlängeln uns durch die Großstadt, katastrophaler Verkehr
  • Dank Google Maps finden wir das Hotel relativ schnell und dürfen auf dem breiten Gehweg parken
  • Uns wird gleich ein Chai serviert, und der Kollege bringt unser Gepäck nach oben
  • Zimmer mit Ausblick zum Schwarzen Meer
  • Wir duschen, ziehen uns an und gehen essen
  • Unterwegs werden wir vor einem Türken angehalten, der vor seinen Laden sitzt und frische Kirschen ist
  • Wir nehmen dankend an und reden auf Deutsch und er auf Türkisch
  • Wir unterhalten uns prächtig
  • Plötzlich quietschen auf der Straße Reifen und es tut einen Riesenschlag
  • Ein Auto ist dem anderen reingekracht
  • Die Türken rennen und schauen sich das Ganze an
  • Einer kommt zurück, greift in den Kühlschrank eine Flasche Wasser und bringt es einem Fahrer, der ist etwas neben sich
  • Wir verabschieden uns von dem Kirschenmann, bedanken uns und ziehen weiter
  • Wir suchen ein Restaurant, erst das vierte Restaurant gefällt meinem Louis
  • … und ich habe so Hunger!!!
  • Wir essen gemütlich und laufen danach durch die beleuchtete Innenstadt
  • Auf dem Weg zum Hafen ist ein kleines Fest, gehört sicherlich zu dem Feiertag aufgrund des Militärputsches von damals
  • Wir laufen am Strand entlang und strecken den Fuß einmal ins Schwarze Meer
  • Nach einem langen Fußmarsch gehen wir zurück ins Hotel und gehen unserer Arbeit nach
  • In Laos damals habe ich einen Russen kennengelernt, der in der Nähe von Moskau wohnt
  • Mit ihm habe ich ständig Kontakt, er hält mich auf dem Laufenden, was so wirklich in Russland los ist
  • Wir machen uns ein bißchen Gedanken über die Lage, über das Geld, welches „druckfrisch“ sein sollte, und wegen der Benzinknappheit
  • Aber wir werden sehen, es wird alles werden 🙂

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