14.07.2026

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  • Louis ist bis 2:30 Uhr noch wach und macht an seinen Filmen rum
  • Also 2:30 Uhr türkischer Zeit, 1:30 bei euch
  • 9:30 stehen wir auf, hätten aber länger liegen bleiben können 
  • Kurz nach 11:00 Uhr sind die Maschinen gepackt, wir haben uns verabschiedet und fahren los
  • Durch kleine Gassen und über Schotterwege fahren wir zur Hauptstraße in Edirne
  • Für türkische Autobahnen benötigt man die HGS-Karte, die man vorher aufladen muss und damit Maut bezahlt
  • Vor fünf Jahren war ich mit meinem Bruder einen ganzen Tag beschäftigt, in Istanbul so eine HGS-Karte zu besorgen
  • Das war eine Katastrophe!
  • Im Internet lesen wir, dass wir das auch im Nachhinein bei jeder Postfiliale bezahlen können… okay, dann machen wir das so
  • Wir fahren aus Edirne raus und drauf auf die Autobahn
  • Auch Traktoren dürfen in der Türkei auf Autobahnen fahren
  • Dann kommt es, wie es kommen musste, die erste Mautstation mit riesengroßen Schildern von HGS, und einer Schranke davor
  • Die Autos vor uns fahren drauf zu, und mit der HGS-Karte geht die Schranke hoch
  • Louis fährt vor mir an die Schranke hin
  • Ich hör schon das Hubkonzert von den Autos hinter uns in meinen Ohren, wenn die Schranke zu bleibt und wir nicht weiterfahren können
  • Ich fang schon an zu schwitzen, aber die Schranke geht einfach auf
  • Louis fährt durch und auch ich fahr an die Schranke hin, sie geht ebenfalls auf, ohne irgendwas
  • Dann haben die wohl nur unsere Kennzeichen abgescannt 
  • Gott sei Dank…
  • Wir fahren weiter
  • An der nächsten Mautstation geht die Schranke tatsächlich nicht auf, sie bleibt zu
  • Gott sei Dank schaut plötzlich ein Bub aus dem Fenster in seinem Hüttle
  • Er fragt, wo wir herkommen, und will abkassieren
  • Wir geben ihm die Bankkarte für 190 türkische Lira
  • Wir bezahlen, und die Schranke geht auf
  • Puh, umsonst geschwitzt
  • So passiert es noch einmal, wir bezahlen und die Schranke geht auf
  • An den anderen Mautstationen geht die Schranke dann einfach auf
  • Wir fahren die 200 km Autobahn komplett durch, dann tankt Louis
  • An der Tankstelle werden wir immer wieder angesprochen, wo wir herkommen, und wo wir hin wollen
  • Wir essen eine Kleinigkeit, dann noch ein Espresso und es geht weiter
  • Wir fahren den äußersten Ring um Istanbul rum und hoffen, dass da nicht so viel los ist
  • Die Fahrt läuft gut und es ist wirklich nicht viel los
  • Vierspurige Autobahn, aber manchmal fahren die Türken auf der dritten Spur, obwohl die rechten beiden frei sind
  • Dann fahren wir einfach im Zickzack und wechseln immer wieder die Spuren, überholen rechts, dann wieder links
  • So wird das eintönige Autobahnfahren ein wenig spektakulärer
  • In schlecht beleuchteten Tunnels fahren einige auch ohne Licht – okay, draußen ist ja auch taghell
  • Auf der dreispurigen Autobahn fahren auch mal drei LKW’s nebeneinander
  • Wir ziehen 180 km durch und tanken beide
  • Jetzt ist 16:00 Uhr und wir haben schon 380 km geschrubbt
  • Bis 17:00 Uhr wollen wir noch fahren, und dann eine Unterkunft suchen
  • Heute soll es nicht mehr so spät werden, wir wollen noch was vom Abend haben
  • Das Fahren ist jetzt recht angenehm
  • Heute Morgen bei 28° und strahlenden Sonnenschein war es schon richtig heiß
  • Jetzt sind bloß noch 22°, der Himmel wolkenbedeckt
  • Wir ziehen bis 17:15 Uhr durch und haben 530 km jetzt drauf
  • Wir machen Pausen und Louis sucht eine Unterkunft
  • Gestern hatte ich mich verrechnet, wir sind nicht 7 Stunden hinter unserem Zeitplan, sondern nur 4
  • Und ich denke, heute haben wir wieder einiges eingeholt
  • Louis findet was vor der Stadt Gerede
  • Wir fahren die letzten Kilometer zum Hotel, es ist angenehm frisch geworden
  • Wir checken ein, haben ein schönes Zimmer, Bad und Dusche
  • Gegenüber von unserem Zimmer steht gleich eine Mosche
  • Bin gespannt wie die Nacht wird und wie oft der Kollege jodelt
  • Wir duschen und gehen anschließend in die Stadt und suchen ein Restaurant
  • Wir essen sehr leckeres Hühnchen mit viel Salat
  • Der Kellner ist Truckerfahrer und war schon überall in Europa, unter anderem viele Städte von Deutschland, erzählt er uns
  • Nach dem Essen laufen wir noch ein bisschen durch die Stadt und dann runter zum See
  • Auf dem Weg dorthin muss ein LKW-Fahrer sein Rad vom Auflieger wechseln
  • Sehr schönes Städtchen, alles toll angelegt
  • Anschließend gehen wir in unser Hotel und arbeiten fürs Internet

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