18.07.2026

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  • Nach viereinhalb Stunden Schlaf stehen wir um 6:00 Uhr auf und machen uns Russlandfertig
  • Alle Dokumente zusammenstellen
  • Mein gutes Motorrad Navi tausche ich mit dem schlechten BMW Navi
  • Aber auf diesem sind offline-Karten für Russland drauf, könnten uns helfen, falls wir kein Internet haben
  • Wir packen unsere Motorräder und wollen die Maschinen gerade aus dem Hof schieben, als zwei Kühe auf der Straße entlang laufen – wir müssen warten
  • Wir fahren los zur Grenze und kaufen noch mal an einem Supermarkt Wasser
  • An der Grenze um 7:30 angekommen, treffen wir wieder die drei italienischen Motorradfahrer
  • Wir kommen relativ zügig an den Grenzposten zur Ausreise aus Georgien
  • Er macht aber Stress, da wir keinen Einreisestempel haben
  • Er telefoniert mit einem Kollegen, dann kommt noch mal einer vorbei, dann lassen sie uns aber durch
  • Wir hoffen das gibt an der russischen Grenze keine Probleme!!!
  • Die Weiterfahrt ist sehr abenteuerlich, zwischen LKWs durch, an Autos vorbei, dann stehen wir im Niemandsland vor einem zweispurigen Tunnel (in beide Richtungen)
  • Louis ist mit den Italienern ein Stückchen vorgefahren, meine Koffer haben Überbreite
  • Ich komme nirgends mehr vorbei und muss mich anstellen
  • Es ist zäh im stop and go, aber nur, weil der Gegenverkehr sich zweispurig aufgereiht hat
  • Nach einer langen Zeit ist der Verkehr geregelt und ich kann die restlichen 2 km direkt an die Grenze fahren
  • Louis ist schon bei den Russen im Häuschen
  • Sie wollen alle Papiere sehen, ich muss alle Koffer aufmachen und dann muss ich noch parken
  • Ich werde in ein Haus begleitet, wo Louis schon wartet
  • Jeder wird einzeln aufgerufen und kommt alleine zu einem Beamten zum Verhör
  • Dann bin ich fertig, muss aber mein Handy mit PIN da lassen, es wird durchgecheckt
  • Ich sitze mit Louis und den Italienern im von außen vergitterten Warteraum – auch die Fenster lassen sich nicht öffnen
  • Die Zimmertüre ist wenigstens offen
  • Ein Italiener fragt, ob er zu seinem Motorrad darf – der Grenzer lässt ihn kurz raus
  • Inzwischen ist es schon 10:00 und seit über einer Stunde sitzen wir zu viert in der Zelle
  • Mauri kommt mit einem Fresspaket zurück
  • Wir essen Tuc und Salami – das erste Essen heute, und es tut sehr gut 
  • Jetzt noch ein Espresso, das wäre ein Traum!
  • Normalerweise können das die Italiener, nur heute nicht!
  • Ein Grenzer kommt und bringt mir mein Handy, nur meins
  • 15 Minuten später bekommt Louis sein Handy zurück, sonst bekommen wir noch nichts
  • Weitere 10 Minuten später bekommen wir unsere Pässe und müssen uns draußen an der nächsten Station anstellen, um unsere Führerscheine zurückzubekommen
  • Und bevor wir die Führerscheine bekommen, müssen wir noch drei Formulare ausfüllen und dann anstehen
  • Und wir stehen… Wir stehen… Wir stehen…
  • Dann haben wir die Formulare zweimal falsch ausgefüllt und müssen diese noch mal ausfüllen und noch mal anstehen
  • Alles in allem dauert der ganze Schabernack sehr lange
  • Nach 9 Stunden, um 16:30 Uhr fahren wir nach Russland rein
  • Juhuuuuu…!
  • Wir fahren nach Wladikawkas, Louis hat eine Bank ausgemacht – die offline-Karten funktionieren
  • Wir merken, dass die Russen uns wieder 1 Stunde geschenkt haben
  • Wir müssen dringend die Euro in Rubel wechseln
  • Kurz vor Wladikawkas geht das GPS nicht mehr – haben die tatsächlich Störsender über der Stadt
  • Nichts geht zum Navigieren
  • Wir fahren blind in die Stadt und halten irgendwo
  • Wir fragen ein junges Mädchen nach einer Bank, aber anscheinend gibt es weit und breit keine
  • Die e-sim von Louis wird erst nach 24 Stunden freigeschalten, also morgen früh
  • So stehen wir da, ohne GPS, ohne WLAN, ohne Geld und ohne Plan…
  • Dann fragen wir zwei junge Kerle, die wahrscheinlich gerade auf die Gass gehen wollten – gestylt und parfümiert
  • Sie helfen uns und laufen mit uns zur Bank
  • Doch auch sie merken, dass samstags keine Bank offen hat, und sie hat tatsächlich zu
  • Dann recherchiert der junge Russe nach einer Wechselstube und übersetzt uns den Weg dorthin
  • Louis fotografiert die Wegbeschreibung ab und meint „das finden wir nie“
  • Louis fragt einfach mal ganz höflich, ob sie uns den Weg zeigen würden
  • Der eine Russe schaut den anderen Russen an, sie nicken sich zu, und wir laufen zu viert
  • Wir laufen bestimmt 40 Minuten zur Wechselstube, und die hat tatsächlich auf
  • Die jungen Russen verabschieden sich, und wir bedanken uns herzlich – was für eine Aktion von den beiden!!!
  • Ich wollte gleich mal 2000 € tauschen, Louis aber nicht und er meinte, wir müssen überlegen, wie und ob es hier überhaupt weitergeht
  • Wir tauschen die Hälfte in Rubel um und suchen uns ein Restaurant zum Essen
  • Jetzt haben wir wenigstens Geld und können essen und uns auch eine Übernachtung suchen
  • Unsere EC-, oder Kreditkarten oder sonstiges funktionieren hier nicht
  • Im Restaurant haben wir wifi und Louis probiert seinen VPN aus – er funktioniert leider nicht
  • Der VPN war eine große Hoffnung für uns
  • Wir essen russische Spezialitäten
  • Als ich vom Klo komme, strahlt Louis über das ganze Gesicht – VPN funktioniert!!!
  • Wir googeln nach einem Hotel, was auch klappt – nur leider finden wir ohne GPS den Weg dorthin nicht
  • Wir gehen zu unseren Motorrädern und fahren los, blind durch die Stadt, auf der Suche nach einem Hotel
  • An einem Supermarkt halten wir an, zwei besoffene Russen wollen uns den Weg zu einem Hotel zeigen
  • „Nur geradeaus und dann links“
  • Wir fahren genau da lang und finden natürlich nichts
  • An einer Ampel kurbelt ein anderer Russe neben Louis sein Fenster runter und will auch helfen, leider kann er weder Englisch noch Deutsch
  • So irren wir weiter durch die Stadt und halten an einem Restaurant an, welches auch noch wie ein Hotel aussieht
  • Wir fragen nach, leider ist es aber nur ein Restaurant
  • Die Chefin ruft dann zwei Hotels an, ob noch Zimmer für uns frei sind
  • Vergeblich… Dann hat sie aber eine andere Idee mit einem Hotel und sagt, wir sollen hinter ihr her fahren
  • Sie fährt los, und wir mit unseren Motorrädern hinterher, direkt zu einem Hotel
  • Wahnsinn, diese Hilfsbereitschaft!
  • Wir bedanken uns herzlich und checken ein, sie fährt wieder zurück
  • Wir haben ein riesengroßes Zimmer mit eigenem Bad
  • Wir duschen und dann setzen wir uns an den Rechner und diskutieren, wie es nun weitergehen soll
  • Die Spritknappheit in Russland bringt uns sehr zum Nachdenken
  • Dann müssen wir morgen das GPS testen – wo geht es, wo geht es nicht?
  • Sollen wir nach Kasachstan rein, dort gibt es keine Benzinknappheit
  • Das wäre aber wieder so ein Grenztag – davon hab ich eigentlich genug!
  • Und da wir nur eine Ein- und eine Ausreise für Russland gebucht haben, würden wir in Kasachstan feststecken – oder wir brauchen ein E-Visum
  • Fragen über Fragen…
  • Wir beschließen morgen nach Tschetschenien zu fahren – Tankstellen hat es einige auf diesem Wege, ob sie Benzin haben, werden wir sehen

Kommentare

Ein Kommentar zu „18.07.2026“

  1. Avatar von Heiko Schneider
    Heiko Schneider

    Wow, echt aufregend…die Tortur an der Grenzkontrolle…Handys kontrollieren…wahsinn.
    Ob die mich durchlassen würden, wenn sie mein Handy kontrollieren und sehen, dass ich gegen die Unterstützung der Ukraine bin? 😉
    Da muss man ja echt aufpassen, was man auf dem Handy hat. 😉

    Und man merkt erst mal, wie abhängig man heute doch von GPS und Internet ist, nicht wahr? Du müsstest ja noch mit Papier-Stadtplänen navigieren können…wir sind dazu alt genug…Louis kennt das gar nicht mehr. 😉

    Ich finde es amüsant, dass du dir immer ne Zeit raus suchst mit erschwerten Bedingungen…Europareise 2021 mit Corona-Grenzen, Russland 2026 mit Krieg in der Ukraine, GPS Störungen und Benzinknappheit…aber sonst wäre es vermutlich zu einfach. 😉

    Aber toll dass ihr das macht, bin gespannt auf die Berichte, wie es wirklich in Russland zugeht…nicht immer nur diese negative Berichterstattung der deutschen Einheitsmedien.

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