16.07.206

Verfasst von

in

  • Wir haben beide wieder sehr gut geschlafen hier in Samsun
  • Um unser straffes Programm zu halten, müssen wir heute und morgen je 7,5 Stunden fahren, um morgen Abend kurz vor der russischen Grenze zu sein
  • Und dann am Samstagmorgen ganz früh an der russischen Grenze zu stehen, so dass hoffentlich noch nicht so viel los ist
  • Welcher Seggl hat dieses straffe Programm geplant?
  • Wir haben den Wecker extra auf 7:30 Uhr gestellt, um früher loszukommen
  • Und dann wird uns in Georgien schon wieder 1 Stunde geklaut
  • Wir gehen frühstücken… das typische türkische Frühstück
  • Ein Türke spricht im perfekten Deutsch Louis an, er kommt aus Köln
  • Er fragt, was wir hier machen, denn hier verirrt sich normalerweise kein Deutscher
  • Kurzes, lustiges Gespräch
  • Es ist heute Morgen um 8:30 Uhr schon sehr heiß, zudem müssen wir unsere Maschinen in der prallen Sonne packen
  • Gegen 9:10 Uhr kommen wir los, 2 Stunden früher als gestern
  • Wir schlängeln uns durch den dichten und zähen Verkehr durch Samsun
  • Obwohl es zweispurig und manchmal dreispurig ist, ist sehr viel los
  • Erst nach circa 50 km können wir schneller fahren
  • Von hinten kommen drei Motorräder angefahren, Italiener
  • An der Ampel erzählt mir einer, sie fahren nach Kasachstan
  • Wir fahren eine Zeit lang zu fünft, als wir plötzlich von der Polizei rausgewunken werden
  • Alle Autos dürfen durch, nur wir Motorräder müssen raus
  • Ein Polizist läuft mit dem Tablet um die Maschinen rum und tippt die Kennzeichen in sein Hackbrett
  • Wahrscheinlich haben die uns nur wegen den Italienern rausgefischt – Louis meinte, wir waren halt im gleichen Netz
  • Nach 150 km fahren wir an die Tanke, Pause mit Espresso und Wasserkauf
  • Der sehr nette Tankwart fragt uns auf Englisch aus, woher wir kommen und wohin wir wollen
  • Dann dürfen wir noch ein Bild zusammen machen
  • Das vierte Mal jetzt unterwegs die selbe Frage von wildfremden Menschen „Vater und Sohn?“ … „Sieht man!“
  • Viele Türken hier sind sehr nett, hilfsbereit und zuvorkommend, aber dann gibt es auch noch die anderen, die einfach nur grimmig gucken und nix sagen
  • Aber das ist wie überall auf der Welt – außer im Schwabenland
  • Wir fahren immer zwischen 28° und 29°
  • In den ersten 2 Stunden heute Morgen hat die Sonne richtig geknallt, das war hart
  • Jetzt hat sie sich hinter den Wolken versteckt, und bei gleichbleibenden Temperaturen ist es sehr angenehm zu fahren
  • An der roten Ampel stehend schreit mir plötzlich jemand ins Ohr – der Muezin fordert mich heraus
  • Wahnsinn, wie laut es aus den Lautsprechern kommt, als ob man die Leute zum Gebet aufwecken muss
  • Je weiter wir Richtung Osten kommen, desto weniger Verkehr ist los
  • Nach 140 km tanken wir beide – wieder viele Kilometer gemacht
  • Wir ruhen uns noch ein wenig aus und der Tankwart bringt uns zwei Tee – voll nett
  • Mein Kamerad aus Moskau meldet mir, dass sich die Spritsituation in Russland gegenüber letzter Woche verbessert hat
  • Kurz bevor wir weiterfahren wollen, kommen die 3 Pizzabäcker von heute Morgen mit ihren Motorrädern an die Tanke
  • Wir tauschen Homepage, Instagram und das ganze neumodische, jugendliche Zeugs aus – aus dem Alter bin ich halt schon seit sechs Jahren raus
  • Sie fahren auch über Russland, Kasachstan und danach nach Usbekistan
  • Wir fahren weiter und immer an der Schwarzmeerküste entlang
  • Wir kommen sehr gut voran, außer in den größeren Städten, da ist oft viel los und man muss sehr aufpassen
  • Die Türken fahren halt kreuz und quer, und man sollte immer den Nebenmann beachten, kann sein, dass der auf einmal ausschert
  • durch Trabzon verfolgt mich ein voll beladener Reisebus, klebt dicht an meinem Nummernschild bei 100 km/h
  • Und ich kann auch nicht schneller fahren, da ich einen Vordermann habe
  • Das stresst mich ungemein!!!
  • wenn ich, wie damals James Bond, eine Box mit Reisnägeln hätte, den Knopf würde ich jetzt drücken
  • Der Busfahrer würde nie mehr so dicht auffahren
  • Wir fahren wieder knapp anderthalb Stunden, langsam tut der Arsch weh
  • Habe ich auf dieser Maschine bisher noch nicht erlebt
  • Ok, nach ungefähr 3500 km am Stück meckert der halt auch mal
  • Ca. 80 km vor der georgischen Grenze fahren wir raus, wir brauchen irgendwas im Bauch
  • Der Supermarkt an der Tankstelle voller Obst (schön wäre es gewesen), aber wir kaufen ein Snickers-ähnliches Gelumpe
  • Louis bucht in Batumi ein Hotelzimmer – somit müssen wir heute über die Grenze
  • Das Süßzeug hat überhaupt nicht geholfen – ich packe meine Notreserven mit Dosenwurst und Huober Brezeln aus
  • Wir trinken noch zwei Espresso, denn müde Motorrad fahren ist ultra anstrengend
  • Wir fahren weiter bis zur Grenze
  • Einige Kilometer vor der Grenze stehen schon die LKW’s Schlange
  • Wir haben uns wieder vorgedrängelt
  • Schichtwechsel bei den Beamten, wir müssen warten
  • Als wir drankommen, checken wir aus der Türkei aus
  • Der Beamte meinte zu mir, ich müsste vorne an der Bank noch Strafe zahlen – wahrscheinlich irgendwo zu schnell gefahren
  • Wir steigen auf die Maschinen, fahren 100 m vor und ich gehe zur Kasse
  • 7 Euro Strafe… Ich lach mich kaputt
  • Ich bezahle, wir steigen wieder auf die Maschinen und fahren weiter
  • An der nächsten türkischen Station winkt uns ein Beamter raus und zeigt auf Louis 
  • „Du Strafe zahlen“
  • Wir steigen wieder ab, laufen zur Bank zurück und gehen an den Schalter
  • 1 Euro Strafe…!
  • Ich dreh gleich durch…!!!
  • Wegen einem Euro wieder diese Prozedur
  • Wir laufen wieder zu unseren Maschinen, steigen auf und fahren vor zum Türken, jetzt lässt er uns durch
  • Dann schlängeln wir uns an die georgische Grenze vor und müssen noch einige Minuten warten
  • Ich sage dem Beamten, dass wir eine georgische Kfz-Versicherung für unsere Motorräder online abgeschlossen haben, aber das interessiert ihn nicht
  • Er gibt uns die Papiere, und mach die Schranke auf
  • Nach der Schranke steht noch mal einer in Zivil da
  • Er meinte, wir benötigen dringend eine Kfz-Versicherung, diese können wir bei ihm abschließen
  • Als ich ihm klarmache, dass wir online schon eine abgeschlossen haben, wollte er uns eine Simkarte andrehen, dann noch Zigaretten, Alkohol, Frauen und so weiter
  • Ok, Frauen nicht, war ein Scherz 😉
  • Clever wie ich bin, habe ich gleich gemerkt, dass der nicht zu den Grenzern gehört, sondern einfach nur Kohle machen will
  • Er resigniert und lässt uns durch
  • Wir haben nur noch 6 km bis zum Hotel vor uns
  • Von der Hauptstraße geht es rechts ab und steil den Berg hoch, der immer kleiner und enger wird und mit Schlaglöchern übersät ist
  • Dann kommt das Hotel und wir müssen einen engen 90°-Bogen nach oben auf eine Wiese fahren
  • Und das mit je ca. 450 Kilo – ist wirklich eine Herausforderung!
  • Aber es geht alles gut
  • In diesem Hotel haben wir kein Frühstück gebucht, das ist sehr gut, dann kommen wir morgen auch früher los
  • Tolles Zimmer mit Balkon und Aussicht zum Meer
  • Wir duschen, ziehen uns um und die Hotelfrau bringt uns zu einem einheimischen Restaurant
  • Dort gibt es geschmortes Lamm und geschmortes Schwein mit Kartoffeln und Salat – sehr lecker 
  • Anschließend laufen wir in unser Hotel zurück und machen das übliche
  • PS: Das mit den Bildern ist ein Graus! Es klappt einfach nicht wie die letzten Jahre, so dass diese groß auf dem Bildschirm rauskommen!!!

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert