12.08.2026

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  • kurz vor 3:00 bin ich ins Bett – habe noch so viele Bilder von meinen Filmen gemacht 
  • War ein super Tag gestern
  • Draußen war es schon wieder hell – genial 
  • Den Bericht vom 11.08. wollte ich noch nicht am gleichen Abend online stellen, da wir ja „illegalerweise“ noch in Russland waren
  • um 9:00 sind wir beim Frühstückbuffet – ist im Preis inbegriffen 
  • Wir beraten, was wir heute machen 
  • Auf jeden Fall fahren wir nach Norwegen – sonst gibt’s noch schlechtere Kritiken 
  • Entweder Grense Jakobselv oder Ostkapp – oder doch beides und am Ostkapp übernachten 
  • Vor zwei Jahren haben wir an beiden Stellen übernachtet
  • Beides wunderschön
  • Wir gehen in den Supermarkt, Kleingeld loswerden und Essen kaufen für‘s Kochen heute Abend 
  • Das restliche Geld muss ich wohl mit heimnehmen 
  • Aber irgendeiner meiner russischen Freunde nimmt es bestimmt 
  • Für alle Fälle löschen wir alle unsere Videos und Fotos auf dem Handy vom gestrigen Tag, vor allem von der Kolabohrung und Nikel
  • Vielleicht schauen die ja wieder unsere Handys an
  • Um 12:00 Uhr haben wir gepackt und fahren los
  • 12° und Sonnenschein
  • Es ist so gut wie nichts los Richtung Grenze
  • Nach 28 km kommen wir wieder an den Militärgrenzposten
  • Ein Uniformierter kommt heraus
  • Genau der gleiche Kollege hat uns gestern wieder nach Sapoljarny geschickt
  • Er läuft um unsere Maschinen rum und gibt die Kennzeichen über Funk durch 
  • Danach nimmt er unsere Ausweise und verschwindet in seinem Kabuff
  • Hoffentlich gibt’s keinen Ärger – aber ER hat uns gestern ja wieder zurückgeschickt
  • Nach ca. 10 Minuten kommt er wieder, gibt uns die Pässe und macht die Schranke auf
  • Puh, das wäre geschafft 
  • Jetzt noch die russische Staatsgrenze und dann die Norwegische 
  • 10 km später kommen wir an – Schranke zu, Zaun zu
  • Dann kommt ein Grenzer, schaut sich unsere Pässe an, gibt sie uns und lässt uns durch
  • Wir fahren 50 Meter weiter, werden gebeten anzuhalten und das Gepäck abzuschnallen 
  • Auch das noch
  • Wir legen alles auf einen Haufen und warten
  • Erstmal kommt keiner
  • Nach 15 Minuten werden wir mit all unseren Sachen reingeholt – welche alle durch einen Scanner laufen
  • Die Drohne wurde nicht entdeckt
  • Dann wird alles kontrolliert und kopiert
  • Unsere Sachen sind durchgescannt und in Ordnung
  • Dann kommt die nächste Station, die Frau will ebenfalls alle Unterlagen sehen
  • Sie will was von mir, irgendwas, ich kann sie nur nicht verstehen
  • Selbst hier an der Grenze kann keiner englisch – oder will keiner englisch reden
  • Sie wird ziemlich ärgerlich
  • Sie zeigt auf einen Zettel, auf dem meine Adresse draufsteht, legt mir einen Kugelschreiber und einen Zettel hin
  • Ich schreibe auch hier meine Adresse drauf und gebe ihr den Zettel zurück
  • Sie wird noch ärgerlicher, irgendwas habe ich falsch gemacht
  • Dann setzt sie sich hin, kopiert meine ganzen Papiere und Unterlagen und knallt sie mir auf den Tresen
  • Den Zettel mit meiner Adresse will sie gar nicht – den nehme ich wieder mit
  • Ich weiß bis heute nicht, was sie wollte
  • Dann kommt Louis dran, aber sie hat resigniert und kopiert nur seine Dokumente und gibt ihm alles wieder zurück
  • Mit dem nächsten Beamten gehen wir zu unseren Motorrädern und müssen alle Koffer und jede Tasche aufmachen
  • Die machen es wirklich ganz genau
  • Jede Kleinigkeit wird angeschaut
  • Am Ende ist er zufrieden
  • Während ich durchgecheckt wurde und wieder alles einräume, ist Louis dran
  • Auch er muss alles ausräumen
  • In der Zwischenzeit hole ich die beiden Taschen von Louis vom Scanner und stelle sie hinter sein Motorrad
  • Nach ca. 15 Minuten ist er ebenfalls fertig
  • Auch bei ihm haben sie das Rauschgift nicht gefunden
  • Der Beamte läuft rückwärts von Louis‘ Maschine weg und stolpert über die clever von mir auf den Boden gelegte Tasche
  • Ich fahre meinen Arm aus und helfe ihm, dass er nicht auf die Nase fällt
  • Gott sei Dank fängt er sich und es passiert nichts
  • Jetzt kann er zum Glück bei den nächsten weiter schnüffeln
  • Puh… bin ich froh
  • Während ich mit meiner Maschine fertig bin, kämpft und flucht Louis noch mit seinen Koffern
  • Irgendwie passt das Zeug nicht mehr so rein, wie es vorher war
  • Das Gute an der Sache war, dass ich wieder einen Überblick habe, wo alles „versteckt“ ist
  • Als Louis auch fertig ist, dürfen wir durchfahren und an die norwegische Grenze
  • Wir fahren an die Schranke, die Frau sagt, den Motor ausschalten und reingehen
  • Wir gehen rein, zeigen einer anderen Dame unseren Reisepass und dürfen durchfahren
  • Das hat jetzt keine 5 Minuten gedauert
  • Nach 26 Tagen Russland sind wir wieder in der EU
  • Norwegen – eines meiner Lieblingsländer, wenn nicht sogar DAS Lieblingsland
  • Ärger wegen gestern haben wir keinen gekriegt – es hat auch an der Grenze keiner was gesagt
  • Gut, was sollen sie auch machen – schlimmer als ins Gefängnis hätten sie uns nicht stecken können
  • Wir fahren die 50 km zur Grense Jakobselv
  • Teilweise fahren wir am Grenzfluss zu Russland entlang – Schilder warnen uns vor dem Grenzgebiet
  • Herrlich diese Landschaft
  • Die Straßen werden schlechter und gehen in Schotter über – aber das kennen wir noch vor zwei Jahren
  • Wir sind da, hier ist wirklich ein tolles Fleckchen Erde
  • Genau heute vor zwei Jahren waren wir auch an dieser Stelle, damals haben wir übernachtet
  • Es ist mehr los hier als erwartet
  • Wir kommen mit Oberfranken ins Gespräch, und dann noch mit einem Motorradfahrer aus Zürich
  • Der Oberfranke fragt uns über Russland aus und merkt schnell, dass das, was wir erzählen, gar nicht mit der Zeitung übereinstimmt
  • eigentlich wollte ich meinen Bericht von gestern fertig machen und abschicken – wird jetzt wohl erst heute Abend
  • Wir beschließen, noch ans Ostkapp zu fahren und dort zu übernachten
  • Wir treten den Rückweg an, fahren wieder an der Grenze zu Russland vorbei und biegen dann ab
  • Ein paar Kilometer nach der Grenze geht es in Norwegen schon wieder los, Tunnel und Brücken
  • Das Land der gigantischen Tunnel- und Brückenbauer
  • An der nächsten Tanke fahren wir raus, ich brauche einen Cappuccino
  • Und da sind sie wieder, die Preise – 4,11 Euro für einen Cappuccino
  • Das Gute war, ich konnte bei dem Verkäufer bestellen und er hat mich sofort verstanden
  • Ich genieße den ersten EU-Cappuccino seit langem
  • Dann fahren wir weiter und es fängt an zu regnen – 12 Grad und der Wind ist eisig
  • Nach circa 45 Minuten hört es wieder auf mit regnen, die Sonne kommt, aber es wird noch kälter – 10 Grad
  • wir fahren um die große Meeresbucht herum und Richtung Ostkapp
  • Das Schöne am Tanken ist jetzt, wir brauchen uns keine Gedanken machen, sondern wenn die Reserve aufleuchtet, dann tanken wir
  • Louis muss tanken und ich kaufe Milch an der Tankstelle – ich brauche das dringend für meinen Kaffee morgen früh
  • Auf der letzten halben Stunde fahren wir bei 8° nach Kiberg – wir frieren
  • Morgen muss ich dringend das Innenfutter von meiner Jacke und meiner Hose einbauen
  • Wir kommen in Kiberg an und müssen die letzten 2 km den grobigen Schotterberg zum Ostkapp hochfahren
  • Vor zwei Jahren haben wir die Maschinen unten stehen lassen, da war es für uns noch nicht machbar
  • Nach dem Enduro-Training Ende Juni war die Bergfahrt jetzt Kindergarten
  • Ich kann jedem nur raten so ein Training mal mitzumachen, man beherrscht seine Maschine danach viel besser und traut sich (fast) jeden Schotterweg zu fahren
  • Wir sind oben gut angekommen und suchen uns ein windgeschütztes Plätzchen zum Kochen und Schlafen
  • Dann bauen wir die Zelte auf und unsere Küche
  • Wir kochen Kartoffeln, es gibt Pellkartoffeln mit Quark
  • Es ist arschkalt
  • Nach dem Essen laufen wir noch auf dem Ostkappplateau herum, um warm zu werden
  • Wir machen ein Bild vom Leuchtturm 
  • Hier auf dem Plateau stehen viele Bunker von Onkel Adi
  • Es sind viele gelbe Pfähle im Boden, welche aufzeigen, was an dieser Stelle stand
  • Es gab auch viele Kanonen mit einer Reichweite von bis zu 34 km
  • Louis geht gegen 23:00 schlafen
  • Ich hab meinen Campingstuhl ins Zelt gestellt und den Bericht von gestern online gestellt
  • Der Wind peitscht draußen auf’s Zelt, ich hoffe das hebt alles
  • Jetzt ist es Mitternacht und immer noch hell draußen
  • Laut App soll um 2:33 die Sonne wieder aufgehen

Kommentare

Ein Kommentar zu „12.08.2026“

  1. Avatar von Schnuffel
    Schnuffel

    Herzlichen Glückwunsch zur Einfahrt in das schönste (mir bekannte) Land ever.🤩✌🏻

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