11.07.2026

Verfasst von

in

D/A/SLO

  • Die Nacht war gut, bis 8:00 Uhr haben wir geschlafen
  • Ich bezahle stolze 41 € für die paar Stunden, die wir hier sind, naja…
  • Und die Motorräder durften wegen der Nachtruhe nicht mal rein
  • Wir packen unser Zelt, schleppen unsere Sachen zu den Maschinen und beladen diese
  • Gegen 9:40 Uhr fahren wir ohne Kaffee los, den gibt’s dann unterwegs 
  • Zagreb ist das Ziel, mautfrei durch Österreich und dann erst wieder in Slowenien auf die Autobahn
  • Nur ein paar Kilometer auf der Autobahn, linke Spur, Louis vor mir, zieht ein BMW neben Louis von der rechten Spur, ohne zu schauen, nach links rüber
  • Ich schrei noch ins Mirko, Louis bremst und macht einen Schlenker nach links…
  • Geschafft… und der BMW hat nicht mal was gemerkt
  • Jetzt bin ich voll Adrenalin und brauch erst mal keinen Kaffee
  • Gott sei Dank, so schnell hätte die Reise zu Ende sein können
  • Nach einer Stunde machen wir Vesperpause am Billa 
  • Wir gehen rein und gleich sticht uns die Leberkästheke ins Auge
  • Brötchen geholt und ich stelle mich bei der älteren, etwas mitgenommeren Dame an
  • Sie fragt mich, wie dick ich die Scheibe haben will, und zittert mit dem Messer am Leberkäse entlang
  • Puh, entweder hat sie heute Morgen zwei Roséschorle zu wenig gehabt, oder es liegt tatsächlich am Alter – da will ich aber nicht urteilen
  • Bei 1 cm sage ich stopp, ich liebe viel Fleisch
  • Dann schneidet sie zitternd durch den Leberkäse, von oben 1 cm Breite bis 2 cm unten
  • Ok, sieht sehr viel aus, aber ich liebe es ja
  • Die zweite Scheibe wird genauso… puh, das ist viel Leberkäse.
  • Gut, dafür kosten die zwei Zitterlappen auch gute zehn Euro
  • Wir kaufen noch ein paar Kleinigkeiten ein und setzen uns draußen im Schatten zu unseren Motorrädern und essen
  • Der LKW war wirklich lecker, und viel
  • Die Weiterfahrt für die nächsten paar Kilometer ist ziemlich zäh
  • Ortschaften, langsam fahren und viele Autos
  • Normalerweise falle ich 30 Minuten nach dem Essen ständig in ein Loch, dann brauch ich immer dringend einen Kaffee.
  • Erst ab Radstadt beginnt der Fahrspaß und das Adrenalin überwindet mein Müdigkeitsloch
  • Wir fahren den Obertauern hoch bei herrlichem Sonnenschein und 20°
  • Letztes Jahr bin ich den gleichen Weg mit meinem Einsatzsteuerungskollegen aus Kölleda bei 3° und Nieselregen hochgefahren
  • Die Kurven beginnen und hin und wieder müssen wir Autos überholen
  • Den richtigen Zeitpunkt abpassen, die Vollgasnocke einlegen und die rechte Hand am Anschlag – ruckzuck vorbei
  • Zwei andere Motorradfahrer vor uns, die lassen es auch gut krachen, und wir hinterher
  • Den Obertauern runter und dann weiter den Katschberg hinauf
  • Dort machen wir eine Kaffeepause
  • Beim Parken suchen wir immer Schattenparkplätze, damit es den Innenraum nicht so sehr aufheizt 🥳
  • Die Fahrt verläuft nahezu wolkenfrei und die Temperaturen gehen bis zu 35° nach oben
  • Kurz vor Slowenien ziehen die Wolken aber den Himmel zu und ein paar Regentropfen kriegen wir ab
  • Kurz vor der Grenze biegen wir links Richtung Wurzenpass hoch
  • Dort sind die Straßen ganz nass
  • Sehr schade, so können wir nicht an unsere Grenzen gehen
  • Beim Überholmanöver in einer lang gezogenen Kurve gebe ich zu viel Gas und mir rutscht das Hinterrad auf einer weißen Linie kurz weg
  • Ein paar Zentimeter versetzt der Hinterreifen, aber dann greift er wieder
  • Wieder Adrenalin pur!!!
  • Brauche ich nicht mehr!!!
  • Hatte ich heute schon genug!!!
  • Ich fahre den Wurzenpass vorsichtiger nach oben, über die Grenze nach Slowenien und auf der anderen Seite wieder runter
  • Louis tankt noch vor der Autobahn und ruft Campingplätze an
  • Ein Campingplatz hat offen, in Slowenien, kurz vor der kroatischen Grenze. Er hätte keine Duschen, aber wenigstens Toiletten 
  • Okay, probieren wir
  • ich esse noch ein halbes Brötchen und wir fahren los
  • Nach 20 Minuten falle ich ein Loch und bin hundemüde
  • Wir finden einen Rastplatz, schlafen beide 10 Minuten auf einer Bank, dann noch ein Espresso und jeder ist wieder topfit
  • Die letzten anderthalb Stunden ziehen wir auf der Autobahn mit 130 km/h bis zum Campingplatz durch
  • Dort angekommen gibt es nur eine große Wiese, eine Bar und ein kleines Restaurant
  • Louis versucht wieder telefonisch den Campingplatz zu erreichen, vergeblich
  • Wir parken unsere Maschinen und gehen im Restaurant erst mal essen
  • Vom Campingplatz keine Spur, und telefonisch geht auch niemand mehr ran
  • Wir entscheiden uns für die große Wiese und wild campen
  • Im letzten hinteren Eck bauen wir unsere Zelte auf – Louis will diesmal in seinem eigenen Zelt schlafen
  • Es fängt an zu regnen
  • Es gibt auf der Wiese eine große Bank mit Überdachung
  • Wir nehmen unsere Laptops und „arbeiten“
  • Morgen wollen wir durch Kroatien und Serbien fahren, und in Bulgarien die nächste Nacht verbringen

Kommentare

Ein Kommentar zu „11.07.2026“

  1. Avatar von Heiko Schneider
    Heiko Schneider

    Wow…ihr reisst wieder ganz schön km pro Tag ab…Respekt…
    Dabei kommen immer wieder Situationen, die man echt nicht braucht…zeigt einem auch, wie unbedarft manche Autofahrer sind…zum Glück nichts passiert…ich hoffe das bleibt so (in Russland sollen die ja noch chaotischer fahren). 😉

    Und 41€ für ne Wiese auf nem Platz der euch eigentlich nicht haben wollte…wow…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert