17.07.2026

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  • heute Morgen, 8:00 Uhr georgischer Zeit aufgestanden, 6:00 Uhr in Deutschland
  • Ich habe noch mal versucht die Bilder von gestern auf die Homepage zu laden, ich glaube es hat einigermaßen funktioniert
  • Aber das ist echt ein Scheiß, ich krieg die Bilder nicht mehr ganz groß auf die Homepage
  • Wir packen zusammen und drehen die Maschinen erst mal in Startposition
  • Dann beladen wir sie
  • Wir fahren los, rangieren aus dem Parkplatz raus und vom Berg runter auf die Hauptstraße
  • Der Verkehr ist eine Katastrophe, schlimmer als in der Türkei
  • Hier wird trotz Gegenverkehr überholt, in der Hoffnung, dass der Gegenverkehr ausweicht
  • Wir überholen auch, allerdings, wenn kein Gegenverkehr kommt
  • Manchmal machen die Autos Platz und fahren weiter rechts, so dass wir sehr gut überholen können
  • Wir haben gerade einen LKW mit 120 km/h überholt, fädeln uns wieder ein, als hinter uns die Polizei mit Blaulicht kommt
  • Aber wir waren nicht die einzigen, die so schnell überholt haben
  • Polizei überholt mich
  • Dann überholt die Polizei den Louis
  • Dann fährt die Polizei weiter und überholt die anderen Autos auch
  • Haben wir jetzt Glück gehabt oder fahren die zum nächsten Parkplatz und winken uns da raus?
  • Ich diskutiere noch mit Louis, ob wir die nächste Abzweigung nehmen und eine Pause machen
  • Wir fahren aber weiter
  • Von der Polizei ist aber nichts mehr zu sehen
  • Gott sei Dank, wäre ein toller Start in Georgien gewesen
  • Nach 50 km tanken wir, es funktioniert alles, das Benzin kommt, die Bankkarte funktioniert und einen Espresso bekomme ich auch mit Karte
  • Aber die Umwelt ist denen alle egal
  • Der Tankwart nimmt den Rüssel aus der Anlage, kippt ihn nach unten, damit das restliche Benzin rausläuft, und lässt es einfach auf den Boden
  • Kurz nach der Tankstelle biegen wir rechts von der Hauptstraße ab
  • Wenig Verkehr und es ist angenehm zu fahren – jetzt merke ich wieder, wie mich das Kreuz- und Querfahren und Überholen dermaßen stresst!
  • Vier Kühe laufen am Straßenrand gemütlich entlang – wir fahren sicherheitshalber langsamer
  • Louis meint noch, wir müssen aufpassen, dass nicht noch mehr Kühe kommen
  • Und hinter der nächsten Kurve steht doch tatsächlich eine ganze Armee Kühe auf der Fahrbahn
  • Bremsen, anhalten, langsam durchfahren
  • Immer wieder kommen wir auf vierspurige, gut ausgebaute Landstraßen/Autobahnen – hier können wir Kilometer machen
  • Es ist 12:30 Uhr und langsam brauchen wir was zu essen
  • Wir benötigen dringend mal einen Supermarkt
  • An der nächsten Tankstelle fahren wir raus und dort hat es alles: Tankstelle, Supermarkt, Subway, Computerspielhalle…
  • Wir kaufen viel Wasser, seit Tagen mal wieder mit Kohlensäure
  • Wir essen Mittag beim Subway
  • Die Freundlichkeit der Menschen hier in Georgien lässt sehr zu wünschen übrig… Sehr schade!
  • Gelegentlich hubt mal ein Auto und der Autofahrer winkt, das war’s dann aber schon mit der Freundlichkeit
  • Wir fahren weiter. Nach circa 40 Minuten kommt der Einbruch, ich werde hundemüde
  • Nächste Tanke raus, Louis und ich trinken Espresso (bzw. Louis würgt ihn eher), dann geht’s weiter
  • Wir fahren noch eine Weile auf der vierspurigen Landstraße, parallel zum Kaukasusgebirge
  • Ca. 130 km vor der russischen Grenze biegen wir links ab Richtung Kaukasus
  • Louis muss schon wieder tanken, wir fahren raus
  • Aber so ist das halt mit einem Jugendrad und einem 20 l Kindertank, immer wieder muss er tanken
  • Leider hat der Tankwart nur 92 Oktan Klopfbenzin, das wollen wir nicht
  • Wir fahren zur nächsten Tanke, dort gibt es 98 Oktan
  • Der Tankwart holt den Rüssel raus, leert das restliche Benzin im Rüssel auf den Boden und betankt Louis‘ Maschine
  • Aber das ist sehr verantwortungsbewusst, das abgestandene Benzin gehört auch nicht in unseren Tank
  • wir fahren weiter und die Gegend im Kaukasus wird immer schöner, und je weiter wir ins Gebirge reinfahren, desto weniger Autos sind unterwegs
  • Die Straßen werden aber schlechter, manchmal sehr schlimme Bodenwellen, man meint manchmal, das Fahrwerk schlägt durch
  • Ok, liegt vielleicht auch an uns, wir fahren auch nicht gerade langsam
  • Wir kommen durch ein wunderschönes Tal an einem Fluss entlang
  • Die Berge sehen teilweise aus wie mit Moos bedeckt – wie im Bilderbuch
  • Schon allein der ganze Anblick von den Tälern und den Bergen im Kaukasus hat sich das tagelange Arschbreitdrücken auf unseren Motorrädern gelohnt
  • Eigentlich lohnt es sich gar nicht mehr die Kamera ständig aus und an zu schalten, man könnte sie auch durchlaufen lassen
  • Am Ende vom Tal geht es ein wenig in Serpentinen hoch, da ist dann schon mehr los
  • Seit knapp 4000 km sehen wir zum ersten Mal wieder Kurven
  • Wir freuen uns wie kleine Kinder, legen uns rein, beschleunigen aus der Kurve raus, überholen die Tanker und die anderen Autos – das macht Spaß
  • Wir machen auf 2000 Meter Höhe bei 20° Pause an einem Restaurant und trinken etwas
  • Louis bucht unser nächstes Hotel 12 km vor der Grenze
  • Hinter dem Hotel will er noch einen Berg rauf und die Dreifaltigkeitskirche anschauen
  • Kurze Diskussion, warum das, ich will eigentlich ins Hotel!
  • Will er seinen Sturkopf und seinen Jähzorn als Kind beichten?
  • wir laufen zu unseren Motorrädern, als plötzlich jemand schreit „oh, Deutsche!“
  • Wir treffen Maria und Horst, die elf Monate unterwegs sind und auf der arabischen Halbinsel waren, dann über Kirgisistan, Kasachstan nach Russland rein und jetzt in Georgien sind
  • Sie kommen aus der Nähe von Wiesbaden
  • Es entsteht ein sehr nettes Gespräch und sie beglückwünschen uns zur Russlandreise – als Deutscher bist du dort der Held!
  • Sie erzählen uns von der Spritknappheit und dass es an der Grenze zu Kasachstan kein GPS gibt
  • Wir machen noch ein Bild, verabschieden uns und fahren los
  • Unser Weg führt auf den Kaukasus auf 2400 Meter Höhe und die Temperaturen gehen auf 13° runter
  • Ich schalte mal dezent die Griffheizung an
  • Die letzten Kilometer zur Kirche geht es in engen Serpentinen hoch
  • Die Kirche steht traumhaft auf einem Berg
  • Louis versteckt sich hinter einem Gebäude und lässt die Drohne steigen
  • Die Aufnahmen werden fantastisch
  • Er packt die Drohne ein, und wir fahren ins Dorf zurück an die Tankstelle
  • Wir wollen mit vollem Tank morgen früh nach Russland rein
  • Danach geht es über eine teilweise Schotter- und Schlaglochpiste zum Hotel
  • Die Leute sind nett, man ist es gar nicht gewöhnt
  • Wir fahren in den Hof herein und ich parke bergrunter auf der Wiese
  • Erster Gang drin, die Maschine steht sicher
  • Der Besitzer legt zur Sicherheit noch einen Backstein an mein Hinterrad
  • Und überall die vielen streunenden Hunde… schlimm!
  • Jetzt haben wir es doch tatsächlich geschafft, das straffe Programm innerhalb einer Woche durchzuziehen
  • Seit daheim sind wir nun 3929 km gefahren und sind jetzt 12 km vor der russischen Grenze
  • Dann duschen und ab ins Dorf ins Restaurant
  • Freundliche, junge Bedienung, auch ungewöhnlich
  • Wir diskutieren, was uns ab morgen wohl erwartet…
  • wie weit werden wir kommen?
  • Haben wir Internet?
  • Bekommen wir genügend Benzin?
  • Können wir unsere Navis nutzen?
  • Wir essen, bezahlen, gehen nach Hause und treffen auf dem Weg nach Hause eine einsame Kuh, die durch die Gasse läuft
  • Wir machen Screenshots von unserer morgigen Tour, falls wir Probleme mit dem GPS kriegen
  • Wir suchen nach Tankstellen auf unserem Weg und hoffen, dass wir unsere Euros morgen auch in Rubel tauschen können
  • Louis hat eine eSIM und einen VPN gekauft, in der Hoffnung, wir können das Internet aus Europa anzapfen
  • Ab morgen macht die Tour richtig Spaß, wird extrem spannend und abenteuerlich
  • Wir sind gespannt, was uns ab morgen erwartet…
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